Amphibien trotz schwieriger Bedingungen gerettet

Auch im Landkreis Rhön-Grabfeld war es möglich, trotz Corona-Krise, die Aktion zur Rettung von Amphibien in diesem Frühjahr durchzuführen. Wie in ganz Bayern konnte der BN in Einzelarbeit, statt wie sonst im Team, die Amphibienzaunbetreuung aufrechterhalten.

20.04.2020

Die zahlreichen Amphibien-Freunde und Helfer im Landkreis Rhön-Grabfeld hatten fast 2 km Schutzzäune an 6 verschiedenen Standorten auf- und wieder abgebaut.  Mehrere Haupt-Koordinatoren und zahlreiche Kinder und Erwachsene hatten morgens und abends die Zäune abgesucht- Sie brachten über 4300 Amphibien - davon mehr als 3900 Erdkröten und Frösche und über 300 Molche - sicher über die Straßen. Die meisten Amphibien wurden am Frickenhäuser See gezählt. Trotz Erweiterung der Zäune und unermüdlichen Einsatz der Aktiven wurden dennoch Kröten überfahren. Für den Bereich des Frickenhäuser Sees sind darum weitere Schutzmaßnahmen nötig. Die BN-Kreisvorsitzenden, Susanne Richter und Helmut Bär, sowie die Geschäftsstellenmitarbeiterin, Doris Wehner, dankten allen hiesigen aktiven Amphibienfreunden.

Auch Richard Mergner, Vorsitzender des BN in Bayern, dankte den rund 6.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auf Landesebene: „Es wäre durchaus verständlich gewesen, wenn hier und da die Zaunbetreuung eingestellt worden wäre. Doch meines Wissens war das an keinem einzigen Amphibienzaun in Bayern der Fall. Hunderttausende von Amphibien wurden so gerettet. Dafür gilt allen Beteiligten unser besonderer Dank.“ Zudem hat der BN Hoffnung, dass der Abwärtstrend der letzten zwei Jahre bei der Anzahl der wandernden Tiere in diesem Jahr gestoppt wurde.