"Dreiländerwanderung" zum fränkischen Gelbvieh

Zur diesjährigen „Dreiländerwanderung“ am 3.Oktober hatte die BUND Naturschutz-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld die Nachbarn aus den Kreisgruppen Fulda und Schmalkalden-Meinigen in die bayerische Rhön eingeladen.

23.10.2018

Der Kreisvorsitzende, Helmut Bär, konnte an die vierzig Wanderer aus dem Bereich der drei Kreisgruppen am Basaltsee begrüßen. Von dort ging es unter Leitung von Förster und  BN-Vorstandsmitglied Joachim Urban zu den Hochrhönweiden mit dem fränkischen Gelbvieh. Auf dem Weg erfuhren die Teilnehmer die Ziele des naturnahen Waldumbaues, von Nadel- zu Laubwald, der schon in früheren Jahren begonnen wurde und jetzt vor allem in den Kernzonen des Biosphärenreservates durchgeführt wird (s.Bild). Außerdem erklärte Urban den Birkhuhnbestand und andere interessante Vogelvorkommen.
Bei der Weide mit den Kühen und ihren Kälbern (s.Bild)  wurde die Gruppe von Klaus Manger erwartet, dem  Züchter der fast ausgestorbenen Rasse des fränkischen Gelbviehs. Die Kühe leben mit den Kälbern den ganzen Sommer über auf der Weide und fressen Gras und im Winter das selbst erzeugte Futter. Auf den Hochrhönweiden gab es auch in diesem Sommer genug Wasser aus einer Quelle, allerdings zuletzt zu wenig Gras, so dass die eigenen Heubestände herangezogen werden mussten. Der Trockenheit war es auch geschuldet, dass die Ochsen bereits im offenen Laufstall auf dem Hof waren, in den mittlerweilen beim Weideabtrieb auch die Kühe mit den Kälbern gebracht wurden. Manger betonte, dass sich seine Rinder wohlfühlen. Und damit das bis zur Schlachtung der Ochsen und Färsen auch so bleibt, begleitet sie der gelernte Metzger in die nahe gelegene Schlachterei in Oberweißenbrunn. Fleisch kann man beim Biohof Manger bestellen oder in einer Bischofsheimer Metzgerei kaufen.
Nach dem Abstieg durch den „Wilden Grund“ nach Ginolfs, kam die Gruppe auf den Biohof Manger, wo man seinen Hunger mit einer Gulaschsuppe und mit selbst gebackenem Kuchen stillen konnte. Helmut Bär bedankte sich bei Joachim Urban und dessen Ehefrau, sowie dem Ehepaar Manger (s.Bild) mit einem kleinen Präsent und betonte, dass ihn besonders die artgerechte Haltung der Tiere beeindrucken würde.

Fotos: Hubert Kornbrust