ERDÜBERLASTUNGSTAG

WORLD-OVERSHOOT-DAY DIESES JAHR ETWAS SPÄTER

Momentan brauchen wir in Deutschland im Schnitt 3 Erden, um unseren Bedarf an Rohstoffen, Wasser und Land zu decken. Würden alle so leben, wie hier in Deutschland, wären die Ressourcen der Erde im Mai bereits aufgebraucht. Weltweit reichen die Ressourcen dieses Jahr bis zum 22. August, das ist etwas später als 2019. Während der „Lock down“ Zeit und teilweise auch jetzt noch fahren wir zum Beispiel weniger Auto, fliegen weniger, sind mehr im Umfeld vor der Haustüre unterwegs. Es ist höchste Zeit, dass wir das auch zukünftig umsetzen und zudem weniger Fleisch essen, weniger Essen wegwerfen, mehr reparieren, weniger billige Kleidung und Verbrauchsgegenstände kaufen, also suffizienter leben. Weniger ist mehr!

 

17.08.2020

Schritte, den Erdüberlastungstag zu verschieben:

  • Wenn wir den globalen Fleischkonsum um 50 Prozent reduzieren und mehr Kalorien aus Pflanzen verbrauchen würden, würden wir den Erdüberlastungstag um 5 Tage verschieben!
  • Die Menge der verschwendeten Lebensmittel macht etwa 9 Prozent des globalen ökologischen Fußabdrucks aus. Wenn wir die Lebensmittelabfälle weltweit halbieren würden, würden wir den Erdüberlastungs-tag um 11 Tage verschieben.
  • Würden wir 350 Millionen Hektar Wald wiederaufforsten, würden wir den Erdüberlastungstag um 8 Tage verschieben. Aber auch ein naturnaher Garten hilft unserer Umwelt
  • Kleidung macht 3 Prozent des globalen ökologischen Fußabdrucks aus. Kaufen Sie bewusst ein und durchforsten Sie Ihren Kleiderschrank: Welche Kleidungsstücke sind zeitlos und können immer wieder neu kombiniert werden?
  • Kleine Hotels aufsuchen, lokale und biologische Lebensmittel kaufen, alternative Transportmittel nutzen – all das kann helfen, den Erdüberlastungstag  zu verschieben.
  • Wenn wir nur halb so viel mit dem Auto fahren und ein Drittel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen würden, den Rest durch Wandern oder Radfahren überbrückten, könnten wir den Erdüberlastungstag um 12 Tage verschieben.

"Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen.
Die Zeche dafür zahlen unsere Kinder und Enkelkinder.Wir müssen den Raubbau beenden und endlich in den natürlichen Grenzen der Erde leben.
Dafür müssen wir unsere Finanz- und Wirtschaftssysteme auf Nachhaltigkeit umstellen", fordert Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland.
"Für unseren Lebensstil fallen in Südamerika, Afrika oder Asien Bäume, verschmutzen Flüsse, schwinden Tierbestände oder sterben Arten ganz aus.
Deutschland als erfolgreiche Industrienation gehört an die Spitze einer weltweiten Bewegung für eine faire und die Grenzen der Erde respektierende Wirtschaft."

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