Berichte & Archiv

Lob für Uferstreifen-Programm

Unterwegs mit Norbert Schneider vom WWA: Der Bund Naturschutz hatte zu einer Exkursion an heimische Gewässer eingeladen. Foto: Dieter Jetschni

Gewässerkundliche Exkursion des Bund Naturschutz 

Bad Königshofen (rv) Gewässer im Grabfeld besuchten Mitglieder und Gäste bei einer Exkursion des BUND Naturschutz unter der Leitung von Norbert Schneider, der im Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen für den Landkreis Rhön-Grabfeld zuständig ist.

Insgesamt sieben Ziele wurden begutachtet, um geplante und durchgeführte Maßnahmen in Augenschein zu nehmen: der Weißbach bei Ipthausen, wo eine Umgestaltung im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt wurde, die Fränkische Saale östlich von Bad Königshofen als Beispiel für einen strukturarmen, strukturfern ausgebauten Bach, die Fränkische Saale in Großeibstadt, wo ein Wassererlebnisraum geplant ist sowie die Fränkische Saale in Kleineibstadt als Beispiel für eine renaturierte Flussaue mit Hochwasserschutz, die dortige Barget, die im Ortsbereich ökologisch ausgebaut werden soll, der Albach in Großbardorf, wo ebenfalls der ökologische Ausbau geplant ist und der Dorfgraben Großbardorf als Beispiel für Flachwasserzone, Rückhaltebecken und Uferstreifen.

Wie Norbert Schneider bestätigte, ist selten die Finanzierung von derartigen Projekten ein Problem, vielmehr die Einsicht und Mitarbeit der Grundstückseigentümer und das Engagement der Kommunen. Besonders lobend hervorgehoben wurde das Engagement der Bürgermeister Josef Demar (Großbardorf) und Jürgen Heusinger (Sulzfeld). Lob seitens des Behördenvertreters gab es auch für das Projekt „boden:ständig“ im Landkreis Rhön-Grabfeld, das bereits nach einem Jahr ein voller Erfolg ist, weil hier das Amt für Ländliche Entwicklung und die Agrokraft Bad Neustadt GmbH, ein "Ableger" des Bayer. Bauernverbandes mit guten Kontakten zu den praktizierten Landwirten gut zusammenarbeiten. Dabei geht es vor allem um das Schaffen von Uferstreifen (Beispiel Sulzfelder Badesee), die den Eintrag von Erdreich und Nährstoffen, die die Algenbildung fördern, verhindern. In Sulzfeld haben alle Bauern mitgemacht und an allen zum Badesee führenden Gräben und am See selbst fünf bis zehn Meter breite Pufferstreifen geschaffen, was 2,5 km entspricht. Acht Projektgebiete gibt es derzeit im Landkreis, wobei die finanzielle Förderung über KULAP (Kulturlandschaftsprogramm) einer der entscheidenden Faktoren ist.

Wasseruhren mit Funk werden abgelehnt

Vorgefertigtes Protestschreiben gegen die dauerfunkenden Wasseruhren an alle Haushalte

Bad Königshofen (regi) Wie bereits berichtet, hat sich der Bund Naturschutz der Angelegenheit "Ultraschallzähler mit Funkfunktion" angenommen. Wie Helmut Bär mitteilt, gibt es Bürger, die der zusätzlichen Funkbelastung und dem Datenschutz skeptisch gegenüber stehen. Ihnen soll es ein Widerspruchsschreiben ermöglichen, ihren Willen und ihren Protest in Worte zu fassen.

Der Wasserzweckverband Gruppe Mitte hat nach einem entsprechenden Beschluss mit dem Einbau der funkenden Ultraschallzähler bereits dort begonnen, wo der turnusgemäße Austausch der Zähler fällig ist, in der Innenstadt Bad Königshofens. "Einmal im Jahr wird die Wasseruhr abgelesen, dafür müssen die Hausbewohner alle 16 Sekunden, Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr ein Funksignal ertragen", sagt Helga Werner, die Vorsitzende des BN-Arbeitskreises Mobilfunk, und weist darauf hin, dass dieses Funksignal stark genug sei, in ca. 300 bis 500 Metern von der Straße aus aufgefangen zu werden, wobei es Mauern durchdringt. Das bedeute in den Straßen, dass jeder Hausbewohner den Signalen der funkenden Wasserzähler aller Nachbarn im Umkreis des jeweiligen Sendebereichs zusätzlich ausgesetzt sei. Diese funken ja nicht Richtung Straße, sondern in alle Richtungen.

Der Hinweis darauf, dass die Handystrahlung und W-LAN wesentlich schädlicher seien, wie vom Wasserzweckverband zu hören war, lassen die Verantwortlichen des BN nicht gelten. Immerhin gebe es viele Bürger, die genau darauf achten die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, nachts alles ausschalten, abgeschirmte Kabel haben und Mobiltelefone nur selten benutzen. Es gelte außerdem, jede zusätzliche Strahlenquelle zu vermeiden und die Kontrolle über Einbauten im eigenen Haus zu behalten. Bedenken haben die Gegner auch wegen des Datenschutzes. Sie fragen, ob die Beteuerung der Herstellerfirma ausreiche, dass der Datenschutz eingehalten werde.

Nun sollen die Bürger nicht nur informiert und sensibilisiert, sondern es ihnen auch ermöglicht werden ihren Protest zu bekunden, um so dem Wasserzweckverband und dem Stadtrat den Wählerwillen unmissverständlich mitzuteilen. Wie Werner informiert, werden die entsprechenden Formulare in den nächsten Tagen an alle Haushalte schwerpunktmäßig im Einzugsbereich des WZV im Gebiet Bad Königshofen verteilt. Die Bürger werden gebeten die ausgefüllten Zettel in den Briefkasten des Wasserzweckverbandes oder Rathauses einzuwerfen, da Bürgermeister Thomas Helbling Vorsitzender des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte ist.

"Wir hoffen, dass sich möglichst viele Bürger daran beteiligen", sagt Werner. Sie rät Hausbesitzern, denen bereits funkende Wasserzähler eingebaut wurden, auf einen Austausch zu bestehen und dies der Stadt schriftlich mitzuteilen. Mietern rät sie ihren Vermietern gegenüber ihre Bedenken zum Ausdruck zu bringen.

Bürger befürchten noch mehr Funkbelastung im Haus

17.06.2016

Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Bad Königshofen sucht das Gespräch

Bad Königshofen (rv) „Da müsst ihr mal was unternehmen, ich will keine funkende Wasseruhr im Haus“ – mit diesen und ähnlichen Worten wurden die Mitarbeiter der Zeitungen und Mitglieder des Bund Naturschutz mehrmals von besorgten Bürgern angesprochen, die wissen wollten, ob sie es dulden müssen, dass der Wasserzweckverband Gruppe Mitte (WZV) – wie bereits beschlossen - die alten Wasserzähler durch neue Ultraschallzähler ersetzt. Nun hat die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Bad Königshofen sich der Sache angenommen und will zunächst das Gespräch mit den Beteiligten suchen.

Kreisvorsitzender Helmut Bär, der in Bad Königshofen wohnt, vertritt hier ganz klar die Meinung des BN-Landesverbands: Jede zusätzliche Funkbelastung ist im Sinne der Gesundheitsvorsorge zu vermeiden. Die Grenzwerte in Deutschland sind um das 10.000-fache zu hoch, außerdem gibt es keine gesetzliche Grundlage, nach der die Hauseigentümer zum Einbau der Funklösung gezwungen werden können. Bär wird demnächst ein Gespräch führen mit Thomas Helbling, Bürgermeister der Stadt und gleichzeitig Vorsitzender des Wasserzweckverbands Mitte, sowie Birgit Erb, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Oberelsbach, wo ebenfalls die Ultraschall-Wasserzähler der Marke Kamstrup Multical 21 eingebaut werden sollen und sich Widerstand regt.

Für die Wasserversorger liegen die Vorteile auf der Hand: Während die Eichzeit der bisherigen mechanischen Wasserzähler nach rund fünf Jahren abläuft und ein Austausch erfolgen muss, halten die neuen Zähler, die den Durchfluss per Ultraschall messen, 15 Jahre und länger. Auf 15 Jahre ist auch die eingebaute Batterie ausgelegt. Ein WZV-Mitarbeiter kann von der Straße aus das jeweilige Datenpaket auffangen, nachdem er den Zugangscode eingegeben hat, das spart Ablese-Kosten. Verbandsvorsitzender Helbling führt noch weitere Argumente auf, denn es gibt Abnehmer, die ihre Wasseruhren zeitweise ausbauen, um Gebühren zu sparen. Die könnten schnell aufgespürt werden. Auch Rohrbrüche in Gebäuden könnten schneller lokalisiert werden.

Die Kamstrup-Wasserzähler geben laut Hersteller ein Funksignal mit der Stärke von 10 mW durchgehend alle 16 Sekunden ab, die Dauer beträgt 0,01 Sekunden. In 24 Stunden kommen also 54 Sekunden zusammen, das sei gegenüber Handystrahlen und W-LAN Belastungen fast nichts, wie Helbling erklärte. Der Wasserzähler sei außerdem Eigentum des Wasserzweckverbands und die Hauseigentümer müssten den Einbau eines neuen Zählers dulden. Ob es Alternativlösungen für elektrosensible Menschen gibt, dazu wollte er sich nicht äußern, denn es liegt kein entsprechender Beschluss des WZV vor. Bisher hätten ihn nur drei Briefe von besorgten Menschen erreicht. Auch dort, wo bereits die ersten Zähler eingebaut sind, habe es keine Proteste gegeben.

Laut Professor Werner Thiede (evang. Pfarrer und Publizist), auf den sich der BN beruft, halten jedoch über zwei Drittel der deutschen Bevölkerung eine Zwangsdigitalisierung durch den Einbau „intelligenter“ Mess-Systeme für falsch. „Der Eindruck drängt sich auf, dass die Industrie- und Wirtschafts-Lobby ganze Arbeit geleistet hat“, schreibt Thiede mit der Begründung, dass weder Hacker-Gefahren noch Datenschutz-Bedenken ausreichend berücksichtigt wurden. Er fragt auch, warum dem Endkunden kein Recht auf kabelgebundene Zähltechnologie eingeräumt wird, um die Strahlenbelastung der Hausbewohner nicht noch weiter zu erhöhen. Die Organisation „Diagnose Funk“ spricht sogar von einer „Signal-Watsche“, die alle 16 Sekunden ausgeteilt wird, und von der besonders in der Nähe zu Schlafplätzen hohe Immissionsspitzen ausgehen, die aus gesundheitlicher Sicht nicht zu akzeptieren sind.

Es gibt auch andere Übertragungsalternativen, die allerdings von der Firma Kamstrup momentan nicht angeboten werden, wie festgelegte Übertragungszeiten jeweils Mitte und Ende des Monats für einige Stunden, Ausschalten in der Nacht und ähnliches. Eine mögliche Alternative für besonders elektrosensible Menschen wäre auch ein Ultraschallzähler ohne Funk, dann käme der Wasserableser wie früher zu einer festgelegten Zeit ins Haus oder die Verbraucher würden den Zählerstand selbst melden. (siehe Artikel in der Main-Post am 17.06.2016)

Mobilfunksender und ihre Auswirkungen

Geschädigte Bäume am Kinderland: Die Messwerte im direkten Funkstrahl vom Sendemast (Mitte) sind sehr unterschiedlich und korrespondieren mit den Veränderungen. Foto: Waldmann-Selsam
Mit dem Teleskopstab unterwegs: Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam ermittelte die Ergebnisse am Orgelsaal der Berufsfachschule für Musik an einem für Funkstrahlen typisch halbseitig geschädigten Baum. Foto: Waldmann-Selsam
Mit Honig aus der Region bedankte sich der Vorsitzende des BN-Kreisverbands, Helmut Bär, für den interessanten Vortrag bei Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam. Foto Vossenkaul

26.04.2016

Ärztin dokumentiert den Zustand von Bäumen auch in Bad Königshofen

Bad Königshofen (vo) Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam, Ärztin aus Bamberg, und viele ihrer Kollegen sind seit Jahren mit kranken Menschen in der Umgebung von Mobilfunksendeanlagen konfrontiert. Gleichzeitig mit den Krankheitssymptomen an Menschen fielen ihr Veränderungen an Bäumen im gleichen Umkreis auf, die sie über Jahre hinweg dokumentiert hat. Am Donnerstag stellte sie ihre Ergebnisse auf Einladung des BN-Kreisverbands in einem Referat in der FrankenTherme in Bad Königshofen vor.

Kreisvorsitzender Helmut Bär begrüßte die Zuhörer und erinnerte daran, dass die Auswirkungen des Mobilfunks schon lange Thema beim BN sind. Er freute sich, mit Waldmann-Selsam eine absolute Fachfrau begrüßen zu dürfen. Verwundert hat ihn, dass man in der neu eröffneten Psychosomatischen Klinik in Bad Neustadt stolz darauf ist auf jeder Etage W-LAN zu haben - diese Belastung sollte man Kranken ersparen.

Nach dem Aufbau von Sendemasten kamen Patienten in die Arztpraxen, bei denen keine andere Ursache gefunden werden konnte als die Dauerbestrahlung durch elektromagnetische Wellen. Über Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen und "überdrehte Kinder" klagten die Patienten. Sobald sie im Urlaub waren oder an einer unbelasteten Stelle schliefen, waren die Symptome verschwunden. 130 Ärzte unterschrieben daraufhin den so genannten Bamberg-Apell - die Behörden haben jedoch nicht reagiert. Alle Grenzwerte werden eingehalten, ist die gängige Antwort.

Wie die Ärztin berichtet, sind ihr vor allem Bäume aufgefallen, die ohne Schädlingsbefall, bei ausreichender Wasserversorgung und ohne Schäden durch Salzstreuen oder ähnliches vorzeitig schon im Juli verfärbte Blätter haben, oft nur an einer Seite, deren Krone schütter wird und Äste absterben, während unten oder an einer Seite alles grün und normal ist. Die geschädigten Bäume sind dem direkten Strahl eines Mobilfunksenders ausgesetzt. Jahrelange Beobachtungen und Messungen mit einem Hochfrequenz-Messgerät zeigen, dass die Veränderungen an den Bäumen, die nach mehreren Jahren absterben und gefällt werden müssen, der Stärke der hochfrequenten Strahlung entsprechen. Kompliziert ist die Ursachenforschung, denn die Hochfrequenzstrahlung geht nicht gleichmäßig in die Umgebung. Besondere Gefährdung besteht in Hauptstrahlrichtung mit direktem Sichtkontakt zum Sendemast. Gebäude reflektieren und bilden Funkschatten, sodass von zwei nebeneinander stehenden Bäumen einer geschädigt sein kann, der andere steht im Funkschatten und ist gesund. Interessant ist, dass grüne Blätter die Strahlung teilweise absorbieren, sodass die eine Hälfte des Baumes die andere Hälfte abschirmt - irgendwann ist der Baum trotzdem abgestorben.

Auch in Bad Neustadt, Bischofsheim und Bad Königshofen war die Ärztin mit ihrem Messgerät unterwegs, mit einem Teleskopstiel hat sie die unterschiedliche Strahlenbelastung im oberen und unteren Bereich beispielsweise in Bad Königshofen im Hof des Haus St. Michael gemessen, wo der wilde Wein oben vorzeitig rot wird und untern grün ist. Eine Birke am Friedhof - im direkten Sendestrahl - ist oben abgestorben, in der Sparkassenstraße sind die Bäume im Kronenbereich geschädigt. Die Platanen im Baugebiet "Am Rennweg" wachsen nicht richtig, haben keine harmonische Krone, sie bekommen Strahlung von Merkershausen und vom Baywa-Mast. Auch am Kindergarten hat die Ärztin im Funkstrahlbereich geschädigte Bäume gefunden. Der Spielbereich der Kinder liegt auf der Funkschattenseite, das hat sie beruhigt. Mit Bildmaterial und den entsprechenden Messwerten untermauerte die Referentin ihre Aussagen.

Diskutiert wurde anschließend über die Strahlenbelastung durch Mobilfunk, schnurlose Telefone, W-LAN, Babyphone und durch Funk am Arbeitsplatz. "Die Belastungen sind messbar und dokumentiert, aber es geschieht nichts", so die Referentin. Angesprochen wurde von den Anwesenden auch der Plan des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte, Ultraschallzähler in den Häusern einzubauen, die regelmäßige Funksignale abgeben. Als einen Eingriff in die Privatsphäre, weil man feststellen kann, wer wann Wasser verbraucht, wann man zuhause oder verreist ist und ähnliches und den Zwang, sich Tag und Nacht einem Funksignal auszusetzen für eine einzige Wasserablesung im Jahr verstehen das die Betroffenen und wollen sich dagegen wehren. (Mainpost, Juni 2016)

Internettipp: Auf der Site der Bundesnetzagentur kann man alle Standorte von Mobilfunkmasten anschauen. Informationen und Links unter www.umweltinstitut.org

Mittelspecht und Hirschkäfer - Bei BN-Exkursion die biologische Vielfalt erkundet

Trappstadt (rv) Entlang der ehemaligen Grenze am Rand der Gemeinde Trappstadt wanderten 22 interessierte Teilnehmer unter der Leitung von Michael Krämer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rhön-Grabfeld und konnten vieles entdecken, was die biologische Vielfalt dort bietet. Der Bund Naturschutz hatte zu dieser naturkundlichen Exkursion eingeladen.

Der zehn Kilometer lange "Grenzgänger"-Wanderweg entstand durch die Initiative der Gemeinden Trappstadt und Schlechtsart und verbindet die früher durch den Grenzzaun getrennten Orte durch den 10 km langen Rundweg. Genutzt wird unter anderem der ehemalige Kolonnenweg der NVA-Fahrzeuge. Auf Informationstafeln entlang der Strecke gibt es schriftliche und bildliche Hinweise auf den Aufbau der einstigen deutsch-deutschen Grenze mit Kfz-Sperrgraben, Minengürtel und Sicherungsstreifen. Entlang des Weges hat sich eine strukturreiche und somit artenreiche Landschaft erhalten. Wie Krämer berichtete, haben sich viele Grundeigentümer verpflichtet nicht zu düngen und keine Pflanzenschutzmittel zu spritzen, auch sind die Reihenabstände beim Getreide größer, so entstand eine größere Vielfalt an Ackerwildkräutern, Insekten und anderen Tieren.

Wie Krämer berichtete, ist auch der Wald dort eine Besonderheit, davon konnten sich die Teilnehmer überzeugen. Durch den rund 200 Jahre durchgeführten Nieder- und Mittelwaldbetrieb konnte sich dort eine große Artenvielfalt etablieren. Ein Indiz dafür ist der Mittelspecht, der etwas kleinere Verwandte des Buntspechts, der auf ausgedehnte Gebiete mit alten Eichen angewiesen ist. Höhepunkt der Veranstaltung war sicher die Gelegenheit zuerst ein Hirschkäfermännchen und wenige Minuten später auch ein Hirschkäferweibchen im Flug beobachten zu können. Die bis zu neun Zentimeter großen Männchen besitzen große „Geweihe“, mit denen sie gegeneinander kämpfen. Ihre Fortpflanzung ist eng mit den Eichen verbunden, denn Männchen und Weibchen brauchen für die Reifung ihrer Keimzellen den Baumsaft, der bestimmte Pilze enthält. Den finden sie an Bäumen, die durch Frostrisse, Windbruch oder Blitzschlag verletzt worden sind. Das jeweilige Siegermännchen gesellt sich zu einem Weibchen an der Baumsaft-Leckstelle und verhindert mit Hilfe seines Oberkiefers, dass sie wegläuft. Die Paarungsrituale können mehrere Tage dauern – für Nahrung ist gesorgt.  Die Hirschkäfer sind besonders geschützt, weil sie inzwischen sehr selten sind. Sie brauchen morsches Holz und die genannten Leckstellen. In vielen Gebieten ist er völlig ausgerottet.

Schlecht bezahlte Ostereier

Verschenken ist kein großer Verlust

Bad Neustadt/ Lks. Rhön-Grabfeld. Auf den ruinösen Preisverfall auf dem Lebensmittelmarkt machte eine Aktion des BBV Rhön-Grabfeld auf dem Marktplatz von Bad Neustadt aufmerksam. Landwirte verschenkten dort 500 Eier und klärten die Verbraucher darüber auf, dass beim Erzeuger für das Ei etwa noch neun Cent ankommen. Genauso dramatisch sei die Situation in anderen Bereichen. An einem Kilo Mischbrot verdient der Bauer 14 Cent, an einem 200-Gramm-Kotelett 26 Cent, am Liter Milch 28 Cent.  

Die Aktion gehört zu einer bundesdeutschen Kampagne, mit der auf einen ruinösen Preisverfall auf dem Lebensmittelmarkt aufmerksam gemacht werden soll, erklärt BBV-Kreisobmann Mathias Klöffel (rechts). Große Konzerne bestimmen das Geschehen auf dem Weltmarkt, dazu kommt, dass die deutschen Verbraucher immer weniger Geld für Lebensmittel ausgeben, aber höhere Anforderungen an die Qualität stellen. Viele Landwirte können da nicht mehr mithalten und geben auf, bedauert der Obmann. (Regina Vossenkaul)

Kinder auf dem Biobauernhof

Im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Bad Neustadt gelang es der Kreisgruppe, einen Besuch auf einem Biobauernhof anzubieten. 20 Kinder meldeten sich an und so kam es dazu, dass sie gemeinsam mit vier Betreuern, einen Biobauernhof in Wülfershausen besuchten.

Die Kinder hatten ersichtlichen Spaß, alle Winkel des Bauernhofs zu erkunden und Tiere, wie die Kaninchen auf den Arm zu nehmen und zu streicheln.

Zu guter Letzt lud Familie Weber die Kinder zu einer schmackhaften Brotzeit ein.

Länderübergreifende Kreisgruppenexkursion am 3. Oktober

03.10.2016

Wiedermal fand am Tag der Deutschen Einheit eine gemeinsame naturkundliche Wanderung der

BUND Kreisgruppen von Meiningen-Schmalkalden, Fulda und Rhön-Grabfeld statt. Gastgeber war in diesem Jahr die Kreisgruppe aus Fulda.

So trafen sich 48 interessierte Naturfreunde im hessischen Schmalnau.

Mit dem Imker Thomas Löw ging es durch die Kulturlandschaft. Aus der Sicht einer Biene erläuterte der Imker Landschaftselemente wie Wald, Wiese, Felder und Flußaue und ihre Bedeutung für die Honiglieferanten.

Abschluss bildetet eine Vesper mit heimischen Wurst- und Käsewaren aus der Biolandwirtschaft.

Fahrradtour durch Feld und Flur und glückliche Hühner

18.06.2016

Trotz unsicherem Wetter folgte am Samstag eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern der Einladung des Bund Naturschutz zu einer informativen Fahrradtour mit Michael Derleth vom Naturlandhof Derleth in Salz. Gezeigt wurden dabei verschiedene Felder zwischen Salz und Strahlungen.

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Wildbach Sinn und Barocker Kurgarten

11.06.2016

Ein Tagesausflug des BUND Naturschutz Kreisgruppe Rhön-Grabfeld führte ins Sinntal bei Bad Brückenau und in die Kuranlagen des Staatsbads. Herr Robert Hildmann (Betreuer des Kurparks Bad Brückenau) zeigte der Gruppe die sich entwickelnde Auenlandschaft, in der sich die mäandernde Sinn wieder frei entfalten kann.

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Exkursion Grenzgänger „Die biologische Vielfalt entdecken“

05.06.2016

Inhalt folgt


Exkursion „Am Fluss entlang“

04.06.2016

Am 04.06 führten Franziska und Jürgen Burmester von der BN-Ortsgruppe Bad Neustadt zusammen mit Siegfried Badermann (früher WWA Bad Kissingen) eine kleine Gruppe entlang des von ihnen initiierten und mit 10 Infotafeln strukturierten Flusslehrpfades „Am Fluss entlang“.

Neben vielen Informationen zur Ökologie der Gewässer Fränkische Saale und Brend mit deren reichhaltiger und typischer Fauna, waren die Salzwiesen entlang der Saale ein Schwer-punkt dieser naturkundlichen Wanderung.


Dem Mausohr auf der Spur

02.06.2016

Einmal im Jahr opfert eine kleine Schar von Naturfreunden einen Teil ihres Jahresurlaubs, indem sie einer ungewöhnlichen Beschäftigung nachgeht: In Höhlen und alten Gewölbekellern leuchten die „Fledermauszähler“ mit Taschenlampen an die Decke oder in Hohlräume, um dort nach überwinternden Flattertieren zu suchen.

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Gewässerexkursion „Alle ziehen am gleichen Strang“

30.04.2016

Inhalt folgt


Biberwanderung in den Saaleauen

27.02.2016

Bei der Biberwanderung mit Egon Hüllmandel in den Saaleauen von Bad Neustadt nahmen etwa 30 Erwachsene und 10 Kinder teil.

Seine Kenntnisse und Erfahrungen veranschaulichte Hüllmandel an z.B. an Biss- und Nagespuren.

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Pestizide, die unterschätzte Gefahr?

30.11.2015

In Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Imker Rhön-Grabfeld e.V. organisierten wir einen Vortrag mit Diskussion zum Thema Pestizide in der Festhalle Heustreu.

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Mitgliederversammlung November 2015

19.11.2015

In der Mitgliederversammlung blickten zunächst die Vorsitzenden, Susanne Richter und Helmut Bär, auf das zurückliegende Jahr zurück.

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Wildkatzen in der Rhön & Mitgliederversammlung

19.11.2015

Die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld lädt zu seiner Mitgliederversammlung, mit Vortrag über Wildkatzen in der Rhön, ein.

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Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz feierte ihren 40. Geburtstag

25.09.2015

Symbolbaum gepflanzt und Ehrungen vorgenommen.
Bad Neustadt (rv) Eine Winterlinde, die zu einem stattlichen Baum heranwachsen wird, hat der Landesverband dem Kreisverband des Bund Naturschutz Rhön-Grabfeld zum 40. Geburtstag geschenkt.

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BN engagiert sich für schnelles Internet per Glasfaser

25.06.2015

Viele Menschen sind empfindlich gegen elektromagnetische Strahlung. Daher reagierten einige Mitglieder des BN sofort, als der Landkreis im Jahre 2009 die Einrichtung des schnellen Internets per Streufunk beschloss.

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Bad Neustadt erhält die Auszeichnung "Fairtrade Stadt".

19.04.2015

Am 18. April 2015 erhielt die Stadt Bad Neustadt als 322. Stadt in Deutschland die Auszeichnung "Fairtrade Stadt". Neben anderen Mitgliedern der Lenkungsgruppe erarbeiteten Mitglieder des Bund Naturschutz Franziska Burmester und Susanne Richter die erforderlichen Kriterien.

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Natur, Menschen und Ressourcen schützen

31.03.2015

Sein 40jähriges Bestehen feiert die Kreisgruppe des Bund Naturschutz heuer nicht mit einer zentralen Veranstaltung, sondern mit einem vielfältigen Jahresprogramm, zu dem die Ortsgruppen Bad Neustadt, Bad Königshofen und Obere Rhön Beiträge leisten. In einer Pressekonferenz erinnerte die Vorstandschaft an Erfolge und Aktionen der Kreisgruppe, die mit 1400 Mitgliedern eine stabile Größe im Landkreis ist.

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Wir haben es satt!

17.01.2015

Am Samstag früh um 5.30 Uhr startete der Bus in Mellrichstadt mit einem kurzen Zwischenstopp in Meinigen zur Demo nach Berlin.

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Mitglieder sind enttäuscht - Arbeitskreis „Energieautarke Region“ fühlt sich ausgebremst

11.12.2014

„Ausgebremst“ – diese Überschrift steht auf einer Dokumentation des Arbeitskreises „Energieautarke Region“, der die Zusammenfassung seiner Arbeit seit 2011 bei einem Pressetermin vorlegte. Enttäuscht sind die Mitglieder des Arbeitskreises (AK), der aus je vier Mitgliedern der Kreisgruppe des Bund Naturschutz und der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld besteht.

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1000 Bäume für mehr frische Luft in der Stadt

08.12.2014

Projekt „Bäume contra CO2“ der Energie-Initiative ist in Bad Königshofen gestartet – Anpflanzung an der Saale

Nach langer Planungs- und Genehmigungsphase konnte am vergangenen Mittwoch das erste Projekt innerhalb der Aktion „Bäume contra CO2“ in die Tat umgesetzt werden.

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Verleihung des Umweltpreises 2014

07.12.2014

Der Pfadfinder Stamm Ägidius Rödelmaier erhält am Tag des Ehrenamtes den Umweltpreis der Stadt Bad Neustadt und der Ortsgruppe Bad Neustadt.

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Treffen zwischen Kreisgruppe Schweinfurt & Rhön-Grabfeld

11.11.2014

Einige Mitglieder der Kreisgruppe Schweinfurt und Rhön-Grabfeld treffen sich zu einem persönlichen Kennenlernen und einem Meinungsaustausch zu aktuellen Themen.


Den Biber in der Schule zum Thema machen

27.10.2014

Bei einem Informationsabend stellte der Bund Naturschutz einen „Biberrucksack“ mit Unterrichtsutensilien vor. Ob wir ihn wollen oder nicht – wir haben ihn”, sagte Michael Krämer von der unteren Naturschutzbehörde bei einem Informationsabend über den Biber im Spannungsfeld zwischen Faszination und Konflikten.

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Dreiländertreffen des BUND am Tag der Deutschen Einheit

03.10.2014

Der BUND-Kreisverband Schmalkalden – Meiningen hatte zu einer Wanderung entlang des Grünen Bandes eingeladen. Über 50 BUND- und BN- Mitglieder aus Thüringen, Hessen und Bayern wanderten bei herrlichem Wetter über 8 km entlang des Grünen Bandes von Mendhausen bis zum Deutsch – Deutschen – Freilandmuseum bei Behrungen.

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Breite Allianz gegen Genmais

17.03.2014

Landwirte, Imker, Naturschützer und Kommunalpolitiker sind sich in der Ablehnung einig

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Schlafenden Mausohren nachgespürt

31.01.2014

Bad Königshofen: Winterzählung der Fledermäuse: Weniger Tiere wegen des milden WintersFledermäuse sind nützliche Tiere und keine blutrünstigen Ungeheuer. Trotzdem sind viele Arten vom Aussterben bedroht und stehen deshalb unter strengem Schutz.

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