Die Kreisgruppe empfiehlt den Verzicht von Laubbläsern
Laubbläser und Laubsauger wirbeln Staub und Mikroorganismen auf und können Kleintieren schaden. Manche verursachen zudem unnötigen Lärm. Wir empfehlen: Laub möglichst liegen lassen und ansonsten zu Besen, Rechen oder Harke greifen.
Der BUND Naturschutz in Bayern appelliert zum Beginn der herbstlichen Laubsaison, auf Laubbläser und Laubsauger möglichst zu verzichten. „Manche Laubbläser machen viel Lärm; Laubbläser wirbeln Staub, Pollen, Pilzsporen und Mikroorganismen auf. Vor allem aber können sie Insekten, Spinnen und andere Kleintiere aus ihren Rückzugsorten entfernen oder verletzen. Wer stattdessen zu Besen und Harke greift, schützt Mensch und Natur“, erklärt Helmut Bär von der Kreisgruppe. Besonders problematisch sind Laubsauger, die Insekten, Spinnen, Asseln, Regenwürmer und andere bodenlebende Tiere aufnehmen und diese je nach Gerätetyp sogar häckseln.
„Laub ist kein Abfall, sondern ein wichtiger Teil des natürlichen Kreislaufs“, betont Helmut Bär. „Unter Bäumen und Sträuchern oder auf Beeten sollte es deshalb möglichst liegen bleiben. Die Laubschicht bietet vielen Tieren Nahrung und Schutz, bewahrt den Boden vor Austrocknung und Temperaturschwankungen und führt ihm bei der Zersetzung wieder Nährstoffe zu. Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke sind zudem wertvolle Winterquartiere für Kleintiere oder Igel.“ Wo Laub aus Sicherheitsgründen entfernt werden muss, etwa auf Wegen, Treppen oder Terrassen, empfiehlt der BN, Besen, Rechen oder Harke zu benutzen.
Auch die Lärmbelästigung von Laubbläsern und Laubsaugern mit Verbrennungsmotor ist ein großes Problem. Grundsätzlich dürfen solche Laubbläser daher nur werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr eingesetzt werden. Messungen haben zudem gezeigt, dass der Einsatz von Laubbläsern auf trockenen, befestigten Flächen eine etwa sechs- bis zehnmal höhere kurzfristige Feinstaubbelastungen bedeutet, als beim Kehren mit einem Besen.
