Berichte & Archiv
2021
Forderungen des BN an die neue Bundesregierung:

Auch Bayern muss beim Klima- und Umweltschutz liefern
Ampel-Pläne müssen auch in Bayern umgesetzt werden. Die Staatsregierung muss darüber hinaus eigene Akzente setzen: 10H endlich abschaffen, ökologische Landwirtschaft stärken und den Straßenbau stoppen!
BN-Vorsitzender Richard Mergner: „Wir brauchen die Energiewende, die Agrarwende und die Mobilitätswende in Bayern so schnell wie möglich! Und das geht nur, wenn die Staatsregierung hier selber Akzente setzt und ein eigenes grünes Profil entwickelt.“
Mehr Informationen dazu:
https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/neue-bundesregierung-auch-bayern-muss-beim-klima-und-umweltschutz-liefern
Alle Jahre wieder: Vögel im Winterhalbjahr füttern - Sinnvoll oder überflüssig?

Spätestens zu dieser Zeit, meistens jedoch schon früher, wird in Kaufhäusern und Zoohandlungen eine unglaubliche Auswahl an Vogelfutter angeboten. Jährlich werden in Deutschland mehr als 15 Millionen Euro dafür ausgegeben.
Doch hätten Sie gewusst, dass über 90 Prozent der heimischen Brutvogelarten, vor allem die seltenen und bedrohten Arten wie z.B. der Trauerschnäpper, gar nicht ans Futterhäuschen kommen?
Entweder haben sie ein anderes Nahrungsspektrum (wie z.B. Eulen, Greif- und Wasservögel), sind Zugvögel (wie z.B. Hausrotschwanz und Feldlerche) oder sie meiden menschliche Siedlungen.
Während Meisen und Amseln wie im Paradies leben, verschwinden die wirklich bedrohten Arten weiterhin.
Wie Sie das verhindern können?
- durch einen naturnahen Garten (keine Pestizide verwenden, wilde Ecken schaffen, Gartenstauden, Distel u.ä. stehen lassen…)
- mit dem Einkaufskorb: der Kauf von regionalen und biologisch angebauten Produkten hilft, bäuerliche Betriebe zu erhalten und lebendige Agrarlandschaften zu sichern, in denen die bei uns überwinternden Vögel reichlich Nahrung und Lebensraum finden.
Weitere Informationen zu dem Thema:
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/voegel-fuettern-im-winter
26. UN-Klimakonferenz ohne Durchbruch beendet

Die internationale Staatengemeinschaft ist auch fünf Jahre nach Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommen nicht in der Lage, einen detaillierten und ausreichenden Plan aufzustellen, um die Klimakrise und ihre katastrophalen Auswirkungen abzuwenden.
Vor Ort in Glasgow war eine Delegation der BUNDjugend. Hier ihre Eindrücke von der Konferenz und eine Bewertung der Ergebnisse durch den BUND Naturschutz: https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/un-klimakonferenz-cop-26-in-glasgow-enttaeuschende-ergebnisse
Die Klimapolitik-Expertin des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Susann Scherbarth erzählt in einem Interview von ihren Eindrücken aus Glasgow: COP26: "Mit Krediten setzen wir die Muster der Kolonisierung fort" – BUND e.V.
Weitere Meldungen dazu unter:
Weltklimakonferenz in Glasgow: Die COP26 enttäuscht – Deutschland duckt sich weg – "Klimakanzler" Scholz schweigt – BUND e.V.
Außerdem hier ein Online-Vortrag zu diesem Thema „Update nach der Klimakonferenz“
Vom Klima-Notstand der Welt – von Paris 2015 nach Glasgow 2021
Donnerstag, 16.12.2021, 19:00 – 21:00 Uhr
„Vom Klima-Notstand der Welt“: Von „Paris, 2015“ nach „Glasgow, 2021“ Update nach der Klimakonferenz COP26 - BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)
Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow

2015 schlossen sich mehr als 190 Staaten in Paris zu einem Klimaabkommen zusammen mit dem Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.
Derzeit steuern wir auf eine globale Erwärmung von 2,7 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Hauptverantwortlich dafür sind die Industriestaaten – darunter auch Deutschland. "Wir schaufeln unser eigenes Grab", sagte UN-Generalsekretär António Guterres bei der Eröffnungsrede in Glasgow vor einigen Tagen.
Nähere Informationen dazu unter:
https://www.bund.net/themen/klimawandel/un-konferenzen/
Gartentipps für den Herbst

Mit der richtigen Pflege kann der heimische Garten zum Jahresende hin zu einem wertvollen Lebensraum für Insekten, Igel und Vögel werden.
Wer ein Herz für Tiere hat, sollte jetzt im Herbst seinen Garten nicht blitzblank aufräumen, denn es werden Rückzugsräume und Nahrungsquellen für den Winter gebraucht.
Hier ein paar Anregungen:
- Äste, Zweige und Laub zu einem Reisighaufen aufschichten und nicht zum Grünplatz fahren
Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel und auch Kröten oder Eidechsen finden hier Schutz und Nahrung. - Stauden, Sträucher, Blühflächen, Kräuter- und Blumenreste stehen lassen und nicht abmähen oder schneiden
Das alles liefert bestes Vogelfutter und ist außerdem für viele Insekten ein Überwinterungsquartier. - Rasenschnitt zusammen mit Laub als Mulch-Material auf Gemüsebeete oder um Sträucher streuen
Dadurch kommen Wildkräuter nicht so schnell hoch (weniger jäten) und der Mulch schützt vor dem Austrocknen des Bodens im Winter. - Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen, Wildtulpen usw. pflanzen
Bienen, Hummeln und noch andere Insekten freuen sich im Frühjahr auf die ersten Blüten.
Mehr Informationen und weitere Tipps:
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/gartenpflege-im-herbst
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igel
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/laubsauger-und-laubblaeser
https://www.bund.net/bund-tipps/oekotipps/
Bienen und Bauern kann man nur gemeinsam retten

Eine Million Unterschriften musste die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ sammeln – 1,2 Millionen sind es geworden. Ein deutliches Signal!
Die zentrale Forderung der EU-weiten Aktion ist eine umweltfreundliche Landwirtschaft, frei von synthetischen Pestiziden und im Einklang mit der biologischen Vielfalt zum Nutzen der Bienen bzw. Insekten überhaupt und der Bauern.
Jetzt müssen sich Kommission und Europaparlament mit den Forderungen befassen.
Der BUND Naturschutz freut sich sehr über diesen Erfolg und bedankt sich herzlich bei allen, die bisher bei der Durchführung der Europäischen Bürgerinitiative mitgeholfen haben – und bei allen, die unterschrieben haben.
Hier finden Sie nähere Informationen:
"Bienen und Bauern retten": Die erste Hürde ist geschafft! - BUND Naturschutz in Bayern e.V.
BUND-Wanderung zum Tag der Deutschen Einheit am Grünen Band

Geplant ist die Besichtigung der noch erhaltenen Grenzanlagen und ein Ausflug ins Grüne Band.
Dauer der Wanderung ca. 4 Stunden, empfohlen wird festes Schuhwerk.
Treffpunkt ist um 10.00 Uhr auf der Schanz zwischen Eußenhausen (Bayern) und Henneberg (Thüringen), Parkplatz am Skulpturenpark
Für unterwegs sollte jeder etwas Proviant mitbringen, leider ist aus Hygienegründen keine Unterwegs-Versorgung durch uns möglich. Mittags gibt es eine Einkehr im Ausflugsgasthof "Fasanerie" bei Hermannsfeld.
Eine Anmeldung bis zum 28.09.2020 unter bund.meiningen@bund.net ist notwendig, damit wir Mittagessen bestellen und im Falle einer Verschärfung der Auflagen noch kurzfristig absagen können.
Der Eintritt ist frei. Im Gasthaus bitte selber zahlen.
Mit freundlichen Grüßen!
Thomas Wey
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V.
Kreisverband Schmalkalden-Meiningen
Thomas Wey
Wintergasse 8
98617 Meiningen
Tel.: 03693/ 42012
E-Mail: bund.meiningen@bund.net
www.schmalkalden-meiningen.bund.net
Vortrag "Photovoltaik-Anlagen in der Fläche – Schaden oder Nutzen für die Natur?"

Freitag, den 01.10.2021
in der Krone Schenke (Saal im OG) in Unsleben, Hauptstraße 27
Beginn: 19.00 Uhr
Der Vortrag findet als Präsenzveranstaltung unter Einhaltung der 3-G-Regel und den bekannten Hygienemaßnahmen (Maske, Abstand…) statt.
Im Anschluss an den Vortrag wird die Mitgliederversammlung der BN-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld abgehalten, an der auch Gäste und Interessierte teilnehmen können.
Näheres dazu siehe „Termine“.
Klimastreik auch in Bad Neustadt

Einladung der Fridays for Future Gruppe Bad Neustadt
Hallo, an ALLE,
am 26. September ist es so weit: Eine neue Bundesregierung wird gewählt - die Letzte, die den Klimawandel noch aufhalten könnte! Dafür müssen wir die Bundestagswahl zur Klimawahl machen.
Deshalb gehen wir am 24. September #AlleFürsKlima global auf die Straße - egal ob jung oder alt. Wir werden so laut und deutlich sein, dass bei der Wahl niemand am Thema Klima vorbeikommt und somit für den Wandel, für Klimagerechtigkeit und eine gerechte und konsequente Klimapolitik aufstehen.
Wir treffen uns am 24.09.2021 um 9.55 Uhr in Bad Neustadt am Bahnhof und starten von dort auch mit dem Demonstrationszug. Es wird eine Kundgebung am Landratsamt und am Schluss am Marktplatz geben, dort endet der Streik dann.
Safety first: Denke bitte daran, einen Mundschutz mitzubringen und Abstand zu anderen Haushalten zu halten.
- Du hast was zu sagen? Dann bereite doch einen Redebeitrag für die Kundgebungen vor und melde dich bei uns, damit wir die Rede einplanen können. Sie sollte maximal 3 bis 5 Minuten lang sein.
- Für dich ist es kein Problem, als Ordner:in eingesetzt zu werden? Dann melde dich bei uns, wir brauchen noch Menschen, die 18 + sind und ordnen würden.
- Du willst, dass der Streik richtig groß wird? Dann informiere Freund:innen, Bekannte, Verwandte, Kolleg:innen und bringe sie am 24.09. mit zum Streik. Leite dazu gerne auch diese Mail weiter oder schaue auf unseren Social-Media-Kanälen nach.
Nicht jede:r darf zur Wahl, aber gemeinsam können wir die Bundestagswahl zur Klimawahl machen!
Wir freuen uns auf DICH.
Bis zum 24.09.2021
Pauline Beck vom Orgateam Fridays for Future Bad Neustadt
Mehr Informationen unter: https://www.bund-naturschutz.de/termine/klimastreik-vor-der-bundestagswahl
Machen Sie mit: Licht aus am 7. September Earth Night 2021
Anders als bei der Earth Hour des WWF, bei der jedes Jahr im März das Licht für eine Stunde reduziert wird, um die Menschen an die Dringlichkeit des Klimaschutzes zu erinnern, steht bei der Earth Night das Licht an sich im Fokus.
Denn seine exzessive Nutzung durch uns Menschen führt zu einer starken Aufhellung des Nachthimmels und wird damit immer mehr zum Problem für Umwelt, Mensch und Natur (u.a. Insektensterben, Irritation von Pflanzen und Zugvögeln, Minderung der Schlafqualität, Verlust des Sternenhimmels). Da diese Folgen kaum bekannt sind, wird mit der Earth Night versucht, darauf aufmerksam zu machen und einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Kunstlicht zu bewirken.
Der BUND Naturschutz unterstützt die Aktion auch in diesem Jahr wieder.
Alle Informationen zur Earth Night gibt es hier: www.earth-night.info
IPCC-Bericht zur Erderwärmung: Es ist nicht fünf, sondern eine Minute vor zwölf!

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. fordert die Politik auf, endlich entschlossen und mit aller Kraft die Erderhitzung zu bekämpfen. "Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern eine Minute vor zwölf! Die Zeit rennt uns davon. Wenn wir nicht jetzt sofort handeln werden große Teile der Erde zukünftig unbewohnbar werden und Extremwetterereignisse werden – auch in Bayern – die Regel und nicht die Ausnahme! Wir müssen endlich Verantwortung übernehmen, für uns und für zukünftige Generationen", so Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V., nach der Veröffentlichung des IPCC-Berichts. "Wir nehmen Ministerpräsident Markus Söder beim Wort. Er muss den großen Ankündigungen Taten folgen lassen, konkrete Zeitpläne verabschieden und die Finanzierung sicherstellen".
Mergner unterstreicht in diesem Zusammenhang die Vorreiterrolle Deutschlands und Bayerns: "Wir haben eine Vorbildfunktion für die ganze Welt. Deutschland und Bayern müssen mutig voranschreiten und eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz einnehmen. Die Umstellung auf klimafreundliche Technologien mag für viele als Mammutaufgabe erscheinen, aber bereits mittelfristig werden sich diese Anstrengungen auszahlen. Schon jetzt gehen die Kosten, die der Klimawandel erzeugt, in die Milliarden. Klimafreundliche Technologien - in Deutschland und Bayern entwickelt – sind dagegen der Zukunftsmarkt schlechthin!"
Hinsichtlich der Bundestagswahl im Herbst plädiert Mergner an die Bürgerinnen und Bürger genau hinzuschauen, welche Parteien und welche Kandidaten wirklich für einen effektiven Klimaschutz einstehen. "Jeder einzelne hat es in der Hand und kann die Richtung vorgeben: Wollen wir weiter mit kleinen halbherzigen Schritten dem Klimawandel begegnen oder wollen wir eine Klimapolitik, die mutig voranschreitet und sich der Erhitzung unseres Planeten entschlossen entgegenstellt?"
Für Rückfragen:
Felix Hälbich, Pressesprecher, Referent für Medien und Kommunikation
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 089/5146 976 11; 0171 337 54 59
E-Mail: felix.haelbich@bund-naturschutz.de
Unsere Pressemitteilungen finden Sie auch online:
www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen
Rehkitz-Rettung jetzt auch in der Rhön

Tierfinder Rhön e.V. nennt sich der Verein mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die in ihrer Freizeit Rehkitze aus Wiesen retten, die gemäht werden sollen.
Da gibt es Wildnispädagogen, Bauern, Jäger und auch einfach Naturliebhaber, die morgens um 4.30 Uhr in den Wiesen im Landkreis Rhön-Grabfeld unterwegs sind und mit Hilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera Rehkitze aufspüren, sie bergen (artgerecht) und nachdem die Wiese gemäht ist, wieder freilassen, damit die Rehmutter sie wieder auffinden kann.
Rehe sind Ablegetypen, das heißt sie legen ihre neugeborenen Jungen in Wiesen ab. Dort verharren die Kitze mindestens 2 Wochen und werden mehrmals am Tag von der Geiß besucht und gesäugt.
Wenn in dieser Zeit die Wiese gemäht wird, ist das für die Rehkitze eine große Gefahr und auch für die Landwirte eine schwierige Situation – sie haben keine Chance die Tiere zu sehen, da diese bei Gefahr erstarren und sich ducken, also nicht vor dem Mähwerk flüchten.
Die Landwirte können sich auf der Homepage des Vereins www.tierfinder-rhoen.de über ein Portal anmelden und dann kommt ein Einsatzteam vor der Mähaktion zur Wiese und sucht nach Rehkitzen. Im Mai und Juni 2021 haben die Tierschützer an 9 Einsatztagen 26 Rehkitze gerettet und nächstes Jahr soll es weiter gehen.
Finanziert wird das ganze ausschließlich über Spenden und so freuen sich die ehrenamtlichen Tierschützer über jeden Betrag – groß oder klein – damit noch eine zweite Drohne angeschafft werden kann.
Auch die BN-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld unterstützt das Vorhaben und freut sich über dieses neue Projekt hier in unserem Landkreis.
Für nähere Informationen und Spenden: www.tierfinder-rhoen.de
Ansprechpartner: Andreas Pfister (1. Vorsitzender) 0175 / 36 88 407
Bienen und Bauern retten – Schluss mit Pestiziden!

Das Insektensterben ist in vollem Gange. Die Folgen für das Ökosystem sind dramatisch und auch für uns Menschen gefährlich. Deshalb müssen wir das Insektensterben stoppen und die bäuerliche Landwirtschaft retten – europaweit.
Machen Sie mit, unterschreiben Sie jetzt bei der europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ – die Aktion läuft noch bis Ende September.
Hier finden Sie nähere Informationen und können sich direkt eintragen:
Bienen und Bauern retten - BUND Naturschutz in Bayern e.V. (bund-naturschutz.de)
Erdüberlastungstag am 29. Juli: Bei unserer Lebensweise brauchen wir drei Erden

„Die verheerenden Hochwasser und die viel zu trockenen Sommer in weiten Teilen Bayerns in den vergangenen Jahren sind Signale, die wir sehr ernst nehmen müssen. Der Klimawandel ist längt auch in Bayern angekommen“, erklärt der BN-Vorsitzende Richard Mergner. „Wir müssen jetzt den dramatischen Auswirkungen der Klimakrise und dem weltweiten Artensterben etwas entgegensetzen. Den Preis unserer vermeintlichen Freiheit zahlen nämlich unsere Kinder und nachfolgende Generationen. Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei, die bayerische Staatsregierung muss jetzt handeln!“
Würden weltweit alle Menschen so leben wie in Deutschland, bräuchte es drei Erden, um den Ressourcenbedarf zu decken, wie das „Global Footprint Network“ berechnet. Weltweit gesehen beutet die Menschheit den Planeten so stark aus, als hätte sie mehr als anderthalb Erden zur Verfügung.
Das Ziel muss daher sein, den Ressourcenverbrauch massiv zu senken und gerechter zu verteilen, so Mergner: „Als ersten Schritt fordern wir zusammen mit unserem Bundesverband die Einführung einer sogenannten Primärbaustoff- und Material-Inputsteuer. Das heißt: Wer der Natur Material entnimmt, soll künftig dafür zahlen. Der Zugang zu Ressourcen muss dabei aber so gestaltet sein, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Mit den Einnahmen aus diesen Steuern muss also ein sozialer Ausgleich erfolgen.“
Die Auswirkungen der Klimakrise, des Artensterbens und des Raubbaus an der Natur sind schon heute spür- und sichtbar, auch in Bayern. „Vor allem der enorme Flächenverbrauch durch immer neue Straßen muss sofort gestoppt werden. Dass Ministerpräsident Markus Söder in seiner jüngsten Regierungserklärung von Bayern als ‚Autoland‘ spricht, ist das absolut falsche Zeichen. Wir brauchen einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur. Wer auch für die Zukunft schwerpunktmäßig auf das Auto setzt – egal mit welchem Antrieb – ist völlig auf dem falschen Dampfer.“
Hintergrund:
Das Ziel der Bundesregierung muss es sein, den absoluten Ressourcenverbrauch stark zu senken. Gemeinsam mit 14 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert der BUND (Bundesverband) die Bundesregierung auf, bis 2050 die Nutzung von unbelebten Primärrohstoffen auf maximal sechs Tonnen und die Nutzung biotischer Primärrohstoffe auf maximal zwei Tonnen pro Person und Jahr zu begrenzen. Dazu ist als Zwischenziel, ähnlich wie in unserem Nachbarland Niederlande, eine Reduzierung von mindestens 50 Prozent bis zum Jahr 2030 nötig.
Ein Policy-Paper, das diese Forderungen vertieft, finden Sie unter: www.bund.net/ressourcenschutzziele
Für Rückfragen:
Felix Hälbich
Pressesprecher
Referent für Medien und Kommunikation
Tel. 089/5146 976 11; 0171 337 54 59
E-Mail: felix.haelbich@bund-naturschutz.de
Unsere Pressemitteilungen finden Sie auch online: www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen
BUND Naturschutz unterstützt "Die Klimawette"

"Die Klimawette" in Bad Neustadt
Die bundesweite CO²-Sparaktion „Die Klimawette“ machte am Mittwoch, den 30.06.2021, auf dem Marktplatz von Bad Neustadt Station. Der Mitinitiator Dr. Michael Bilharz vom Verein "3 fürs Klima" radelt für die Klimawette aktuell mit Lastenrad und einer Tonne CO² unter dem Motto "Kickt die Tonne" über 6.000 km in 100 Tagen quer durch Deutschland. Die Klimawette zeigt spielerisch auf, wie jeder und jede einfach einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten und die nächste Tonne CO² einsparen kann. Schirmherr der Klimawette ist der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dirk Messner.
Die Initiatoren möchten bis zur nächsten Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November eine Million Menschen gewinnen, die zusammen eine Million Tonnen CO² einsparen. Heruntergerechnet auf die Einwohnerzahl von Bad Neustadt entspricht dies 228 Tonnen CO². "Das ist zu schaffen und wäre gleichzeitig ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz", ist sich der Initiator der Klimawette, Dr. Michael Bilharz vom Verein 3 fürs Klima, sicher. "Wir zeigen hierzu auf, welche Möglichkeiten jeder und jede hat, die nächste Tonne CO² schnell und wirksam einzusparen."
Das Mitmachen geht ganz einfach über die Website www.dieklimawette.de auf zwei Wegen. Zum einen kann man selbst CO² einsparen und für die Klimawette erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen kann man hierzu seinen eigenen Vorsatz für den Klima-Sommer heraussuchen: vom LED-Lampentausch über den fleischfreien Monat oder den autofreien Arbeitsweg bis hin zum solaren "Balkonkraftwerk". Zum anderen kann man konkrete Klimaschutzprojekte gemeinnütziger Kompensationsdienstleister durch eine Spende möglich machen und damit tonnenweise CO² vermeiden. Zur Auswahl stehen Solar- und Effizienzprojekte ebenso wie Aufforstungs- und Pflanzenkohle-Projekte.
Link zum Mitmachen: www.dieklimawette.de
BiogasBlühfelder Projekt Rhön-Grabfeld gewinnt 1. Preis beim Bundeswettbewerb "Land.Vielfalt.Leben. - Bundeswettbewerb insektenfreundliche Landwirtschaft"

Bei der digitalen Preisverleihung überreichte Bundesministerin Julia Klöckner für das Projekt „BiogasBlühfelder Rhön-Grabfeld“ die Auszeichnung in der Kategorie Kooperationen des Bundeswettbewerbs für insektenfreundliche Landwirtschaft. Die Projektleitung haben BBV/Agrokraft Rhön-Grabfeld und der Landesverband des BUND Naturschutz in Bayern.
Unsere BN-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld ist Projektpartner. Wir sind stolz über diese Anerkennung, die Michaela Stäblein, Margit Ziegler und Lena Ziegler stellvertretend für alle Projektpartner virtuell entgegennehmen durften, und sagen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Weitere Informationen zur Preisverleihung https://agrokraft.de/wir-sind-gewinner-beim-bundeswettbewerb/
Informationen zum BiogasBlühfelder Projekt:
Fachinfo-Broschuere-Agrokraft
Flyer Agrokraft
Oft missverstanden – Hornissen sind friedliche Insektenjäger

Allen gruseligen Legenden zum Trotz: Ihr Stich ist nicht gefährlicher als ein Bienen- oder Wespenstich. Allergiker müssen trotzdem vorsichtig sein, da auch Hornissenstiche zu einer allergischen Reaktion führen können. Glücklicherweise meiden Hornissen Menschen wo es geht. Wirklich gefährlich sind sie nur für andere Insekten oder Raupen, die für die Ernährung des Nachwuchses besonders wichtig sind. An Kuchen oder zuckersüßer Limo haben sie dagegen kein Interesse – leider wissen das nur wenige. Da Hornissen oft missverstanden werden, klärt der BUND Naturschutz auf und gibt Tipps zum Umgang mit den Tieren im Garten.
Eine Hornisse ist drei bis vier Zentimeter lang und damit die größte staatenbildende Wespenart Mitteleuropas. Und ja, sie sticht auch zu, wenn sie sich bedroht oder bedrängt fühlt. Der Stich einer Hornisse ist aber nicht gefährlicher als der einer Honigbiene, einer Hummel oder einer herkömmlichen Wespe. Dass Hornissen Menschen und Pferde mit wenigen Stichen töten können, ist wissenschaftlich widerlegt. Das Gerücht hält sich leider hartnäckig, doch an der Behauptung ist nichts dran. Gefährlich ist ein Stich nur im Mund- oder Rachenraum, aber nicht wegen des Giftes, sondern weil dort eine Schwellung das Atmen behindern kann. Besonders aufpassen müssen Allergiker, denn sie können auf bestimmte Eiweißkörper reagieren, die im Gift von Hornissen enthalten sind. Personen mit einer Bienengiftallergie sind nicht automatisch gegen Wespen oder Hornissen allergisch. Wer sich hier nicht sicher ist, sollte das fachärztlich prüfen lassen. Das Gute: Bei Hornissen muss man beim Frühstück im Freien keine Angst haben, dass sich das Tier auf das Marmeladenbrot setzt. Hornissen haben kein Interesse an Süßem. Deshalb kommt ein Stich im Mund und Rachen auch kaum vor.
Das schmeckt ihnen
Die dicken Brummer sind geschickte Jäger. Auf ihrem Speiseplan stehen Fliegen, Bremsen, Motten und auch Wespen, Bienen oder Libellen – daher die Bezeichnung „Insektenjäger“. Gejagt wird meistens im Flug – Tag und Nacht. Deshalb landen Hornissen bei geöffnetem Fenster nachts auch mal im Haus. Künstliches Licht irritiert sie nämlich. Hornissen sind rund-um-die-Uhr aktiv. Das ist auch nötig, da ein großes Hornissen-Volk täglich ein halbes Kilo Insekten vertilgt und die Larven ständig gefüttert werden müssen. Die Beutejagd dient also weniger der eigenen Ernährung, sondern vielmehr der Brutpflege. Erwachsene Arbeiterinnen fressen fast nur Kohlenhydraten, also Pflanzensäfte von Fallobst und Baumrinden, Nektar von Blüten oder Honigtau der Blattläuse.
Zusammenleben: Hornissen und Menschen
Ein Zusammenleben mit den Riesenwespen ist gar nicht so kompliziert und erledigt sich im Herbst von selbst. Wichtig zu wissen: Ein Hornissenjahr beginnt je nach Witterung zwischen April und Mai, findet ihren Entwicklungs-Höhepunkt im August und endet im Oktober.
Bis zum November schafft es kaum ein Volk, und wenn, dann so dezimiert, dass wir Menschen sie nicht mehr wahrnehmen. Es überleben im Herbst nur die begatteten Jungköniginnen, die sich für den Winter einen geschützten Unterschlupf suchen.
Folgende Tipps können das friedliche Zusammenleben von Menschen und Hornissenerleichtern:
- Entspannt bleiben: Hornissen sind scheue Tiere. Außerhalb ihres Nestbereichs gehen sie Konfrontationen gerne aus dem Weg. Verfliegt sich eine Hornisse nachts in ein Haus, kann man das Tier durch Ausschalten des Lichtes und weites Öffnen der Fenster leicht zum Wegfliegen bringen.
- Nester in Ruhe lassen: In einem Bereich von etwa vier Meter um das Nest reagieren Hornissen auf Störungen empfindlich und können angreifen. Hält man sich an diese „Ruhezone“, kann man den Hornissen bei ihrer interessanten Arbeit zuschauen.
- Umsiedlung nur in Notfällen: Da natürliche Nistmöglichkeiten wie Höhlen in großen Laubbäumen an Waldrändern vielerorts fehlen, nutzen Hornissen auch Dachböden, Scheunen oder Vogelnistkästen. Die Riesenbrummer sind selbst in der unmittelbaren Nähe von Häusern friedliche Nachbarn und Untermieter. Da ein Hornissenvolk im Herbst stirbt, sollte jeder Gartenbesitzer bis zu diesem Zeitpunkt warten und erst dann das Nest entfernen. Nur wenn sich der Bau an einer nicht tolerierbaren Stelle befindet, kann man über eine Umsiedlung nachdenken. Hierfür braucht man aber Spezialisten. Ratschläge gibt die zuständige Naturschutzbehörde des Landkreises oder der Stadt.
Hornissen stehen unter Naturschutz
Die Riesenwespen sind durch ihre Lebensweise eine Art Naturpolizei im Ökosystem und besitzen eine bedeutende Rolle für natürliche Regulationsprozesse bei Insekten. Umso erschreckender ist die Tatsache, dass Hornissen kaum noch Lebensräume in unserer Gegend finden. Verantwortlich dafür sind die intensiv genutzten Landschaften, artenarme Nadelwälder, Abholzung alter und hohler Bäume, die Ausbringung von Pestiziden und der Rückgang natürlicher Beutetiere.
Hornissen zählen zu den besonders geschützten Tierarten und werden durch das Bundesnaturschutzgesetz rechtlich geschützt. Sie dürfen nicht getötet und ihr Nest nicht zerstört werden. Wer Probleme mit den Tieren hat, muss einen Experten kontaktieren.
Igel wieder unterwegs - Mähroboter leider auch

Die automatischen Gartenwerkzeuge sind eine Gefahr für Kleintiere im Garten, verhindern die Entwicklung blühender Artenvielfalt und kommen der Vorstellung vieler Gartenbesitzer von einem ordentlichen Garten entgegen.
Der BUND Naturschutz bittet um mehr Mut zur Wildnis:
Je vielfältiger der Garten gestaltet ist und je mehr insekten-freundliche Pflanzen darin wachsen, umso wohler fühlt sich der Igel. Wer bereits einen Mähroboter besitzt, sollte die Geräte nur tagsüber arbeiten lassen und längere Zeitintervalle für den Einsatz wählen.
Machen Sie mit: Verzichten Sie auf Mähroboter! Mit Sense oder Spindelmäher verbrauchen Sie zudem keine Fremdenergie. Gestalten Sie den Rest des Gartens naturfreundlich.
Mehr Infos hierzu:
Pressemitteilung Igel-Mähroboter
Natürlich gärtnern: Tipps für naturgemäße Gartenarbeit (bund-naturschutz.de)
BN - KREISGRUPPE LEHNT ORTSUMGEHUNG VON SULZFELD AB

- Mit der Baumaßnahme wird Wald vernichtet
- und z.B. Fledermäuse werden gefährdet und der Lebensraum von Zauneidechsen wird zerstört.
Diese enormen Eingriffe in Landschaft und Natur werden u.E. nicht gerechtfertigt durch das geringe Verkehrsaufkommen.
Deshalb lehnt unsere BN-Kreisgruppe die Umgehungsstraße ab. Verkehrsberuhigende Maßnahmen sollten ausgeschöpft werden.
BN- STELLUNGNAHME ZUR GEPLANTEN UMGEHUNGSSTRASSE VON SULZFELD (Kurzfassung)
1. Ausbau ignoriert Klimakrise
Anstatt eine umfassende Verkehrswende einzuleiten, werden den Bürgerinnen und Bürgern in belasteten Kommunen vor allem Umgehungsstraßen als Problemlösung vermittelt. Damit wird das Problem der Verkehrsbelastung aber nicht gelöst, sondern nur verlagert und zudem auf dem Rücken von Klima, Natur, Landschaft und Landwirtschaft ausgetragen. Dies widerspricht der Staatszielbestimmung aus Art. 20a GG sowie Art. 141 (1) der Bayerischen Verfassung. Danach ist der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut.....
Im Erläuterungsbericht werden auch die Schutzgüter „Klima/Luft“ dargestellt. Es fehlt jedoch gänzlich die gem. § 2 Abs. 1 Ziffer 3 i.V.m. § 16 i.V.m. Anlage 4, Ziffer 4 a) bis c) gg) UVPG erforderliche Ermittlung und Bewertung der durch das Straßenbauvorhaben verursachten Auswirkungen auf das globale Klima durch Angabe der vom Bau und Betrieb der Straße ausgehenden Treibhausgasemissionen.…
Mit der für den Straßenbau einhergehenden Waldrodung gehen wieder wichtige Kohlendioxidspeicher verloren. Insbesondere der Waldboden gilt als wichtiger CO2-Speicher. Bei Rodung werden Treibhausgase freigesetzt.
2. Geringe Verkehrszahlen stehen enormen Eingriffen gegenüber
Für die Ortslage von Sulzfeld ergab die Bestandserhebung die höchste Durchgangsbelastung für den Abschnitt der St 2280 zwischen Sulzfeld und Stadtlauringen mit lediglich 2614 Kfz/24h (Prognose abnehmend). Die übrigen Verbindungen waren deutlich schwächer (siehe Erläuterungsbericht). Der Binnenverkehr liegt bei 20 % bis 23 % (Schwerlastverkehr). Diese niedrigen Verkehrszahlen rechtfertigen nicht die mit dem Bau der Umgehung einhergehenden enormen Eingriffe in Natur und Landschaft und auch nicht die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nach § 45 Abs. 7 BNatSchG.
3. Verlust wertvoller Böden
Durch die geplante Trasse kommt es gemäß saP zur einer dauerhaften Flächeninanspruchnahme von ca. 20 ha, über 0,5 ha Wald sollen gerodet werden, 7,8 ha werden netto neu versiegelt. Dies widerspricht den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege gem. § 1 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 Ziffer 2 BNatSchG. Danach müssen zur Erhaltung der dauerhaften Sicherung und Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts die Böden so erhalten werden, dass sie ihre Funktion im Naturhaushalt erfüllen können. Hier soll für eine Ortsumgehung in Flächen eingegriffen werden, die eine herausragende Bedeutung für zahlreiche besonders und streng geschützte Arten haben. Zudem gehen Ackerflächen für die Landwirtschaft in einem Umfang von über 6 ha verloren....
Trotz dieser hohen Bedeutung werden dem Lebensraum Acker lediglich 2 Wertepunkte zugeordnet. Dies bildet die hohe und wichtige Funktion der Böden für die Lebensmittelproduktion und die Bedeutung für die Wasserspeicherung nicht ab. Nachbesserungen sind unabdingbar, da diese Flächen ansonsten Böden mit niedrigster Ertragsfunktion und geringem Wasserspeichervermögen gleichgestellt werden....
Dieser Flächenverbrauch widerspricht auch der politischen Zielsetzung zum Flächensparen:
Die Bayerische Staatsregierung will den Flächenverbrauch auf 5 ha pro Tag begrenzen (aktuell liegt dieser noch immer bei rund 11 ha). Die geplante Maßnahme ignoriert diese Ziele.
4. Verlust von Lebensräumen bedrohter Arten
4.1 Bestand
Die Planung greift in wertvollste Lebensräume ein, die zum Teil auch dem Schutz nach § 30 BNatSchG i.V.m. Art. 23 BayNatSchG unterliegen. Wir zitieren aus dem Erläuterungsbericht:
„Herausragendes Element westlich von Sulzfeld ist der Schmuckenhauk (Biotop Nr. 200, Teilfläche 1)….“
Insbesondere der Eingriff in gemäß § 30 BNatSchG geschützte Flächen ist verboten. Nur ausnahmsweise können Zerstörungen und Beeinträchtigungen genehmigt werden. Erforderlich ist, dass die für das Straßenbauvorhaben sprechenden Gründe denjenigen des Naturschutzes vorgehen. Bei dieser Planung ist nicht ersichtlich, weshalb der Flächenverbrauch und die Zerschneidung zugunsten des individuellen Kfz-Verkehrs überwiegen können....
4.2 Vogelarten
30 Vogelarten sind im Gebiet nachgewiesen oder potenziell betroffen....
Für diverse Waldvogelarten sind als CEF-Maßnahmen insgesamt 5 Nisthilfen vorgesehen. Es fehlen jedoch Aussagen, wie die dauerhafte Funktionalität dieser Nisthilfen sichergestellt werden soll.
4.3 Fledermäuse
Im Eingriffsgebiet wurden insgesamt 17 Fledermausarten nachgewiesen bzw. sind potenziell betroffen. Das Gebiet ist damit als äußerst artenreich zu betrachten. Durch die Trasse werden zentrale Flugrouten durchschnitten, Lebensstätten entfallen (u. a. 14 Quartierbäume!), Störeffekte wirken dauerhaft....
Zudem gehen durch die Waldrodungen wertvolle Nahrungshabitate für die Tiere verloren. Auch dies ist nicht berücksichtigt.
Es ist nicht sichergestellt, dass entlang der Trasse gepflanzte Gehölze ab Betrieb die nötige Dichte und Höhe aufweisen, um eine Leitfunktion sicherzustellen. Zudem scheint ein Blendschutz an den Querungshilfen zu fehlen. Dies ist aber eine zwingende Voraussetzung für deren Funktionalität.
4.4 Zauneidechse
.... Der BUND Naturschutz macht darauf aufmerksam, dass eine …. Habitatverschlechterung aus Sicht des BN schon einen Eingriff und Verstoß gegen § 45 BNatSchG darstellt, da die Zauneidechsen Beutegreifern ausgesetzt werden (Deckung nicht vorhanden)....
Wir weisen auch darauf hin, dass gemäß Arbeitshilfe zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung – Zauneidechse des LfU die Eingriffsfläche 1:1 ausgeglichen werden soll. Dies ist hier nicht gegeben....
6. Ausgleichsmaßnahmen
6.1 Dauerhaftigkeit des Ausgleichs
Es völlig unklar, wie die tatsächliche Dauerhaftigkeit der Ausgleichsflächen auf Privatgrund (u. a. piks, rotierend?) - auch über 30 Jahre hinaus - gesichert werden soll. Der BUND Naturschutz weist darauf hin, dass der Eingriffsverursacher die erforderlichen Rechte an diesen Grundstücken nachweisen muss. § 15 Abs. 4 BNatSchG regelt die Unterhaltung und rechtliche Sicherung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Die Sicherung dient der Gewährleistung, dass bei Realisierung des Eingriffs die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen tatsächlich umgesetzt und für den entsprechenden Zeitraum andauern.
6.2 Produktionsintegrierte Kompensation PIK
Es werden scheinbar keine Monitoring-Auflagen formuliert. Es besteht ein sehr hohes Risiko, dass die Maßnahmen nicht die gewünschten Effekte erzielen und unwirksam sind. Das PIK-Konzept ist in der vorgelegten Form nicht geeignet die negativen Eingriffsfolgen zu kompensieren....
7. Fachbeitrag Wasserrahmenrichtlinie
Die Planunterlagen sind nicht ausreichend, um gem. §§ 27 und 47 WHG zu prüfen, ob die dort genannten Anforderungen des Verschlechterungsverbotes und des Verbesserungsgebotes an Oberflächengewässer und das Grundwasser eingehalten werden....
BN- STELLUNGNAHME
Video des Bayerischen Bauernverbandes Rhön-Grabfeld
Bahnbrechendes Gerichtsurteil zum Klimaschutz

ERFOLGREICHE KLAGEN BEIM BUNDESVERFASSUNGSGERICHT FÜR BESSEREN KLIMASCHUTZ – BUND NATURSCHUTZ FORDERT KONSEQUENZEN FÜR BAYERN
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat heute mehrere Klimaklagen für teilweise begründet erklärt. Die Klagen waren damit erfolgreich. Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Einzelkläger der 2018 erhobenen Klage, der 2020 weitere Personen und Verbände mit eigenen Klagen folgten, bewerten das Urteil als einen großen Erfolg. "Der BN fordert Ministerpräsident Markus Söder auf, dass das bayerische Klimaschutzgesetz als Konsequenz dieses Urteils jetzt endlich Zähne bekommen muss. Verbindliche Ziele für Energieeinsparungen, Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien müssen vorgeschrieben werden", fordert Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz (BN).
29.04.2021
Das BVerfG erklärt die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens mit seinem Urteil letztlich für verfassungsrechtlich verbindlich. Die grundrechtliche Freiheit und das Staatsziel Umweltschutz verpflichteten den Gesetzgeber, einen vorausschauenden Plan zu entwickeln, um mit den noch möglichen Restemissionen sorgsam umzugehen. Das sei mit dem jetzigen Klimagesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht gewährleistet, wenn keinerlei konkrete Planung für die Zeit nach 2030 stattfinde, da überdies fast das gesamte Budget nach der bisherigen Klimapolitik bis 2030 aufgebraucht sein werde. "Die Klimapolitik muss also JETZT stark beschleunigt werden", so Peter Rottner, BN-Landesgeschäftsführer.
Dies betrifft insbesondere auch das bayerische Klimaschutzgesetz. Das dort formulierte Ziel, 55 Prozent der Treibhausgase bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 einzusparen, reicht bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Legt man die aktuellsten wissenschaftlichen Daten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen zu Grunde, stehen Bayern nur noch 0,7 Milliarden Tonnen Treibhausgase zum Ausstoß zur Verfügung. Das würde eine Reduktion der Treibhausgase um ca. zwei Drittel bis 2030 und Null Emissionen ab 2040 erfordern.
"Angesichts der Urteile des Bundesverfassungsgerichts muss ein umfassender Klimaschutz mit klaren Vorgaben, wie zum Beispiel eine Solarpflicht auf Gebäuden, ein Verzicht auf Straßenneubau oder der Abschied von unsinnigen bayerischen Sonderabstandsregeln bei der Windkraft im bayerischen Klimaschutzgesetz verankert werden. Auch die Kommunen brauchen Vorgaben und die Unterstützung der Staatsregierung für den Klimaschutz. Klimaschädliche Subventionen müssen beendet werden", so Mergner weiter.
"Das Urteil ist ein Durchbruch“, so Peter Rottner, BN-Landesgeschäftsführer, der als einer von 11 Privatklägern die 2018 erhobene Verfassungsbeschwerde mit unterstützt hat. „Erstmals hat eine Umweltklage vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg. Die Politik muss massiv nachbessern und unverzüglich deutlich ambitioniertere Ziele und Instrumente festsetzen. Unsere Klage hat aufgezeigt, dass grundrechtlich viel geringere Emissionen dramatisch früher nötig sind als bisher anvisiert und das Paris-Ziel grundrechtlich verbindlich ist. Zwar hat die Politik demokratische Entscheidungsspielräume. Diese erlauben es verfassungsrechtlich jedoch nicht, die physischen Grundlagen menschlicher Existenz aufs Spiel zu setzen und damit auch die Demokratie zu untergraben. Genau das droht jedoch, wenn die Klimapolitik weiter so unambitioniert bleibt, weil dann die nachfolgenden Generationen die Folgen - nämlich Grundrechtseinschränkungen - alleine zu tragen haben. Für den notwendigen Klimaschutz ist das Urteil allerdings trotz aller Erfreulichkeit noch zu wenig, weil nicht mit der gebotenen Klarheit zeitnahe Nullemissionen eingefordert werden."
Das Klagebündnis von SFV, BUND und vielen Einzelklägern hatte im November 2018 Verfassungsbeschwerde wegen der völlig unzureichenden deutschen Klimapolitik erhoben, weil diese die Grundrechte auf Leben, Gesundheit, Existenzminimum und Eigentum verletzt. Unter den Einzelklägern sind Prominente wie der Schauspieler Hannes Jaenicke, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU) und der Energieexperte Professor Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
Hintergrund:
Die Klage von 2018 wurde aus Spenden und Eigenmitteln durch den SFV finanziert. Sie wird vertreten von Dr. Franziska Heß, Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, und Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt von der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, der die Klage seit 2010 mit mehreren Menschenrechts-Gutachten für den SFV vorbereitet hat.
Die insgesamt vier Verfassungsbeschwerden, über die das BVerfG heute geurteilt hat, richten sich unter anderem gegen das 2019 verabschiedete deutsche Klimaschutzgesetz und das Unterlassen ambitionierter Klimaschutzmaßnahmen. Kläger*innen und Unterstützer*innen sind Jugendliche und Erwachsene aus dem In- und Ausland, SFV, BUND, DUH, Greenpeace, Germanwatch und Protect the Planet. Mit ihren Verfassungsbeschwerden verleihen sie ihrer Kritik Nachdruck, dass die Ziele und Maßnahmen Deutschlands nicht ausreichen, um ihre Grundrechte wirksam vor den Folgen der Klimakrise zu schützen sowie die Verpflichtungen aus dem Pariser Klima-Abkommen zu erfüllen.
Für allgemeine Rückfragen:
Richard Mergner, BN-Landesvorsitzender
Tel.: 0911-8187810, Email: buero.landesvorsitzender@bund-naturschutz.de
Für juristische Rückfragen zur Verfassungsbeschwerde selbst:
Peter Rottner, BN-Landesgeschäftsführer
Tel.: 0177-8124089, Email: peter.rottner@bund-naturschutz.de
BN fordert sofortigen und vollständigen Atomausstieg

„Leider lehnte die Bundestagsmehrheit mit den Stimmen der bayerischen CSU- und FDP -Bundestagsabgeordneten schon im 2012 einen Austritt Deutschlands aus dem Euratom-Vertrag zur Förderung der Kernenergie ab. Ebenso gibt es keinen Protest aus Bayern gegen die aktuell beschlossene Förderung des atomaren Versuchsreaktor ITER mit über 5 Milliarden Euro“, kritisiert BN Landesvorsitzender Richard Mergner. Gleichzeitig appelliert der BUND Naturschutz an Ministerpräsident Markus Söder sich entschiedener gegen den Bau eines weiteren Atomreaktors im tschechischen Dukovany und die Inbetriebnahme des slowakischen Problemreaktors Mochovce 3 einsetzen. „Die immer noch messbare Verstrahlung bayerischen Waldbodens durch den Fallout von Tschernobyl muss zu politischen Konsequenzen führen“, so Mergner.
Der Super-GAU von Tschernobyl
Am 26. April 1986 meldeten die internationalen Presseagenturen einen Unfall im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Nach einer kurzen Phase der Verharmlosung wurde relativ schnell das katastrophale Ausmaß der Havarie klar. Das radioaktive Inventar von Block 4 des AKW Tschernobyl wurde freigesetzt und von wechselnden Winden über weite Teile Europas verteilt, die Auswirkungen waren erschreckend. Sie führten zu Schutzmaßnahmen bis hin zu Katastrophenalarmen weit entfernt von der Unglücksquelle. Lebensmittel, die dem radioaktiven Fallout ausgesetzt waren, wurden massenweise entsorgt. Höchst belastet sind nach wie vor Regionen in Skandinavien und im südlichen Bayern. Bei den Rettungsarbeiten starben Hunderte von sowjetischen Soldaten. An den Spätfolgen leiden und sterben noch heute diese so genannten Liquidatoren. Die Opfer in der Zivilbevölkerung, die an verschiedensten Krebserkrankungen starben oder noch leiden und die nachgeborenen Kinder, die krebskrank oder behindert auf die Welt kamen und kommen, können nur geschätzt werden, da eine genaue Erfassung von den staatlichen Organisationen nicht erfolgte und auch heute noch nicht erfolgt. Dabei werden Opferzahlen zwischen einigen 10.000 Menschen und einigen 100.000 Menschen genannt.
Weitere Informationen unter www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen
Das Eichhörnchen-Bürgerforscher-Projekt geht weiter

Melden Sie dem BUND Naturschutz, wann und wo Sie Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach über die BN-Webseite oder noch einfacher mit der Smartphone-App „Eichhörnchen in Bayern“, die es für Android und iOS Betriebssysteme kostenfrei zum Download gibt. Eine erste Bilanz zum Projekt findet man unter Ergebnisse 2020 - BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Bayern ist auch 2021 wieder im "Hummel-Fieber"

Das BN-Hummeltelefon startet – Mitmachaktion für jeden Insektenfreund vom 21.03. – 21.06.2021
„Ziel des Projektes ist es, mehr über die verschiedenen Hummelarten in Bayern zu erfahren und die Menschen für die Natur vor der Haustür zu begeistern“, so Projektleiterin Tarja Richter. Jeder kann mitmachen und Hummel melden: Über WhatsApp oder Mail können Fotos von Hummeln mit Postleitzahl und Funddatum an das Expertenteam des IfBi geschickt werden. Letztes Jahr beteiligten sich 1.700 Menschen und schossen rund 6.900 Fotos. Insgesamt wurden 3.040 fleißigen Hummeln abgelichtet und vom Hummeltelefon-Team bestimmt.
Immer mehr Hummeln sind bereits eifrig an den Blüten unterwegs - der perfekte Zeitpunkt, um die Leitung des Hummeltelefons wieder zu öffnen. Ob im heimischen Garten, gemütlich auf dem Balkon oder beim Spaziergang in der Natur: Ausgestattet mit Handy oder Fotoapparat können die fliegenden Brummer abgelichtet werden. Wer Hummeln entdeckt und wissen will, um welche Art es sich handelt, kann Fotos mit entsprechendem Funddatum und Postleitzahl über den Messengerdienst „WhatsApp“ an die Nummer 0151/18460163 schicken. Wer WhatsApp nicht nutzen möchte, kann auch eine Mail an hummelfund@ifbi.net senden. Ein Experten-Team bestimmt die Hummelart und trägt die unterschiedlichen Funde in eine Karte ein. „Je mehr typische Hummel-Merkmale auf den Fotos abgelichtet sind, desto schneller können wir die Art bestimmen“, erklärt Hummelexpertin Tarja Richter. Trotzdem bittet die Biologin darum, nur maximal drei Fotos zu schicken, damit die Durchsicht nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt und die Nachrichten bald beantwortet werden können.
Hummel-Ergebnis 2020
Alleine im letzten Jahr haben 1.700 Hummelfreunde mitgemacht und rund 6.900 Fotos geschickt. Die 3.040 Hummelfunde lassen sich neun Hummelarten und sechs Kuckuckshummelarten zuordnen. Mehr als ein Drittel der Funde waren Erdhummeln. Mit dem Hummeltelefon möchten BN und IfBI das Bewusstsein für Hummeln fördern. „Hummeln haben eine sehr wichtige ökologische Funktion, doch auch sie geraten immer mehr in Bedrängnis. Die Aktion soll den Teilnehmern Artenkenntnis vermitteln und die Bedürfnisse der friedlichen Brummer erklären“, so Helmut Bär von der Kreisgruppe, BUND Naturschutz.
Mehr Informationen über Hummeln und das Projekt auf: Hummeltelefon (ifbi.net)
Foto: Ackerhummel
Fotograf: Martina Gehret
2020
"Wir haben es satt!" – Demo am 18. Januar 2020 in Berlin



27.000 fordern: Klima und Insekten schützen – Agrarwende jetzt! Am 18. Januar war es wieder soweit. Bei der zehnten "Wir haben es satt!"-Demo gingen Umweltschützer*innen, Verbraucher*innen, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam auf die Straße.
Der BUND und die BUNDjugend waren zahlreich und lautstark vertreten. Gefordert wurde: Insekten schützen, Klima retten und Bauernhöfe unterstützen. Die EU-Subventionen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) – rund 60 Milliarden Euro jährlich – müssen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen eingesetzt werden.
Die Demonstration wurde von 170 Traktoren angeführt. Es folgte ein buntes Meer aus selbstgemachten Schildern und vielen kreativen Kostümen. Der Protest für die Agrarwende war eindrucksvoll.
www.bund.net/themen/massentierhaltung/nutztierhaltung/wir-haben-es-satt
Auch wir – die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld – waren vertreten.
2019
BUND Naturschutz unterstützt „Fridays for Future“ „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Molière

Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels
Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels.
Explizit wird für Deutschland gefordert:
- Nettonull 2035 erreichen
- Kohleausstieg bis 2030
- 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
Entscheident für die Einhaltung des 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb bis Ende 2019 gefordert:
- Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
- 1/4 der Kohlekraft abschalten
- Ein Kostenausgleich für Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2
Vorbild für die Klimastreiks ist die Schülerin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit vielen Monaten freitags die Schule, um für echten Klimaschutz zu kämpfen und sagt: “Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?”
Noch mehr Informationen zu der Bewegung sowie die aktuellen Streiktermine in ganz Deutschland findet man auf der Homepage www.fridaysforfuture.de
Wir, die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld des BUND Naturschutz in Bayern e. V., unterstützen die Bad Neustädter Fridays for Future Gruppe und stehen hinter den Forderungen.
….UND 5G ???

Schon jetzt liegt der Grenzwert für Mobilfunkstrahlung mit 1.000.000 Mikrowatt /m² weit über dem Grenzwert, der einer Gesundheitsvorsorge dienen würde. Darum erwartet die Kreisgruppe von allen Verantwortlichen, sich für ein Moratorium vor der Einführung des 5G-Standards einzusetzen.
Begründung:
Für die 5G-Technologie steht das Frequenzband im Mikrowellenbereich von 6 bis 100 Gigahertz im Zentrum. Der Standard ist noch nicht definiert. Mikrowellen ab 20 Gigahertz haben sehr kurze Wellenlängen, die in erster Linie von der Haut absorbiert werden.
Aber wenn die Strahlung der 5G-Antennen dereinst flächendeckend würde, so warnen zahlreiche Wissenschaftler, könnten die Auswirkungen auf Menschen, Pflanzen und Tiere unabsehbar sein. Konkrete Studien dazu liegen bis heute nicht vor. Peter Kälin, Präsident der Ärzte für Umweltschutz in der Schweiz, sagt dazu: «Es müsste unbedingt vorab solide geprüft werden, ob etwa Melanome oder generell Hautkrebs durch diese kurzwellige Strahlung begünstigt werden könnten.» Keinesfalls sei es deshalb hinzunehmen, dass die geltenden Grenzwerte erhöht werden dürften, wie dies bereits von der Telekomindustrie gefordert wird. Bis heute gibt es noch kein einziges Forschungsprogramm zu den wichtigsten Fragen möglicher Gesundheitsrisiken.
/www.beobachter.ch/gesundheit/5g-mobilfunk-strahlung-mit-unbekanntem-risiko
Modellprojekt „Blühende Felder für Biogas-Anlagen“ in Rhön-Grabfeld

Das Modellprojekt „Blüh-Felder für Biogasanlagen“ bzw. „Wildpflanzenprojekt“, das die Agrokraft GmbH (Bauernverband und Maschinenring) zusammen mit der BN-Kreisgruppe und anderen Partnern aufgebaut hat, wird inzwischen von einem breiten Bündnis unterstützt.
25.02.2019
Die Projektleitung hat die Agrokraft. Statt Mais werden Blühpflanzen angebaut, die der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft Raum geben. Der Landesverband des BUND Naturschutz ist Projektpartner geworden. 2018 konnten 35 ha Blühfläche mit dem „Veitshöchheimer Hanfmix“ angebaut werden. Durch einen Geberverbund wurden die Ausgleichszahlungen für die Landwirte ermöglicht und eine breite Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Da eine staatliche Förderung erst ab 2020/21 in Aussicht gestellt wird, wurde erfolgreich ein Antrag auf Förderung beim Bayerischen Naturschutzfond gestellt. Ab 1.1.2019 wird das Projekt für drei Jahre gefördert. Damit können für bis zu 100 ha Fläche die Ausgleichszahlungen an die Landwirte, das begleitende wissenschaftliche Monitoring der Vögel und Insekten, sowie andere Unkosten getragen werden. So kann das Projekt in der Praxis weiter erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Öffentlichkeitsarbeit und Fachsymposien sind in Planung.
Hier finden Sie einen Informationsflyer
Volksbegehren „Bienen und Artenvielfalt retten“ - Aktionsbündnis Rhön-Grabfeld

Ende November wurde das Volksbegehren Artenvielfalt zur Bekämpfung des Artensterbens zugelassen, für das auch der BUND Naturschutz seine intensive Beteiligung zugesagt hat. Um es zum Erfolg zu führen, müssen rund eine Million Wahlberechtigte im Zeitraum von 31.01. bis 13.02.2019 in den Rathäusern unterschreiben.
Das Aktionsbündnis Rhön-Grabfeld für das Volksbegehren wurde am 09 .01. in Bad Königshofen mit ca. 30 Aktiven aus den beteiligten Parteien, Verbänden, Vereinen und einzelnen Teilnehmern gegründet.
Die Koordination erfolgt über das Büro der BN-Geschäftsstelle in der Bauerngasse 7, Bad Neustadt. Die Öffnungszeiten sind: Montag und Mittwoch von 9.30 bis 13.00 Uhr. Im Altlandkreis Mellrichstadt organisiert der Landesverband für Vogelschutz die Bewerbung. Werbe-Material für alle anderen Landkreisteile kann voraussichtlich ab dem 19.01. in der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz abgeholt werden
BN-Geschäftsstelle: rhoen-grabfeld@bund-naturschutz.de oder Tel. 09771 6875740.
Wichtige Aufgaben werden sein:
- Wahlbenachrichtigungskarten am eigenen Wohnort in den Haushalten einwerfen.
- Im Eintragungszeitraum vor den Rathäusern und Verwaltungsgemeinschaften Infos verteilen und Passanten zum Unterschreiben motivieren (Tätigkeit als Rathauslotse/in).
Wichtige inhaltliche Punkte, für die es sich zu kämpfen lohnt:
- mind. 20 % Ökolandwirtschaft bis 2025, 30% bis 2030
- Naturschutz in Lehrpläne integrieren
- Kein Umbruch von Dauergrünland
- Kleinstrukturen in der Agrarlandschaft besser erhalten
- regelmäßige Statusberichte zur biologischen Vielfalt
- Vorgaben gegen Lichtverschmutzung
- Gewässerrandstreifen
- 13 % Biotopverbund
- Pestizidverbot in geschützten Biotopen und Schutzgebieten
2018
Umweltpreis 2018
06.12.2018
Egon Hüllmandel, Biberbeauftragter, bekam den Umweltpreis 2018 der Stadt Bad Neustadt/Saale und des BUND Naturschutz Rhön-Grabfeld.
Egon Hüllmandel, Saal:
Der vorherige Empfänger des Umweltpreises, Dr.Dietrich Wartenberg, hielt die Laudatio.
Dabei betonte er die Aktivitäten von Egon Hüllmandel für den Biber, angefangen von der Kartierung und der Anleitung anderer Ehrenamtlicher, über Exkursionen mit Kindergartengruppen, Schulklassen und Erwachsenen bis hin zu Beratung und Vermittlung bei Beschwerden über Biberaktivitäten. Dabei arbeitet er eng mit der Unteren Naturschutzbehörde zusammen. Inzwischen ist er auch Biberberater des Landkreises. Zu seinen Aktivitäten gehören auch Basteln von Insektenhotels mit Kindern und Informationsstände bei verschiedenen Anlässen.. Durch die intensive Begehung von Gewässern beobachtet er immer wieder unzulässige Umweltbelastung und – schädigung und kümmert sich um deren Beseitigung und Vermeidung.
Außerdem hat er sich in letzter Zeit ein umfassendes Wissen über Vorkommen und Lebensweise der heimischen Muschelarten erworben und gibt dieses auch gerne weiter.
Die Stadt Bad Neustadt und die BUND Naturschutz- Kreisgruppe dankten ihm mit der Übergabe eines Geschenkkorbes und dem Baum des Jahres, einer Esskastanie, die ihm zur Ehre im Pershore-Garten der Stadt angepflanzt wurde. Dort wird später noch ein Schild angebracht mit seinem Namen.
KARL-HEINZ CLAASSEN VERABSCHIEDET

Im Namen der Kreisgruppe bedankte sich Helmut Bär bei Karl-Heinz Claaßen für seinen Einsatz. Dabei erwähnte er neben dessen Geschäftsstellenarbeit Schwerpunkte der Tätigkeit in den letzten Jahren.
10.12.2018
Aus persönlichen Gründen zieht der langjährige Geschäftsführer der Kreisgruppe nach Nordrhein-Westfalen. Entsprechend seinem eigenen Wunsch wurde er ohne großes Publikum in einer der letzten Vorstandssitzungen verabschiedet.
Etwa 25 Jahre prägte Karl-Heinz Claaßen mit die Geschicke der Kreisgruppe. Schwerpunkte waren in dieser Zeit die Organisation und Unterstützung der jährlichen Amphibienaktion, wie die Koordination der Errichtung der Krötenzäune, Gewinnung von Helfern und deren Unterstützung. Außerdem lag ihm die kommunale Trinkwasserversorgung am Herzen. So engagierte er sich für die Versorgung aus eigenen Quellen gegen einen Anschluss an eine Fernwasserleitung im Grabfeld. Auch im Landesvorstand der IKT (Interessengemeinschaft Kommunaler Trinkwasserversorgung) brachte er sich ein. Und als die Diskussion auf Landkreisebene um das schnelle Internet kam, plädierte er für eine flächendeckende Kabellösung gegen Übertragung durch Funk, was sich ja dann durchsetzte. Jegliche Mehrbelastung durch Mobilfunkmasten sah er sehr kritisch, demzufolge auch den Einbau von Funkwasseruhren. Außerdem griff er in seinen Leserbriefen immer wieder Themen von regionaler Bedeutung auf.
Die Kreisvorstandschaft bedankte sich mit einem Präsent und nach so manchen angesprochenen persönlichen Erinnerungen wurde Karl-Heinz Claaßen von den Anwesenden sehr persönlich versabschiedet.
2017
NATIONALPARK RHÖN
Nach einer grundlegenden Positionierung im Oktober 2016 hat sich der Kreisvorstand Rhön-Grabfeld wiederholt mit einem möglichen Nationalpark Rhön befasst und kommt zu folgender Stellungnahme: (27.6.2017)
Die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld unterstützt einen möglichen Nationalpark Rhön, sowie die Ausweisung weiterer Nationalparke und Naturwaldgebiete in Bayern. Sie tritt dem Bündnis „Pro Nationalpark Rhön“ bei. Die Kreisgruppe möchte die Entwicklung zu einem fachlich guten Nationalpark Rhön und wird sich dafür einsetzen. Sie wünscht eine ausreichende Information der Bevölkerung.
Bei der Anhörung der Verbände durch das Umweltministerium im April 2017 war die Vorstandsposition:
- Wir unterstützen die Position der Kreisgruppe Bad Kissingen und halten die bereits in der Presse veröffentlichten möglichen Flächen für ausreichend.
- Bei der genauen Festlegung der Flächen fordern wir geeignete Flächen zu bevorzugen und dabei auch Hotspots außerhalb der Staatsforsten zu erwerben – im Tausch- oder Kaufverfahren, die fachliche Beratung der hiesigen Förster mit einzubeziehen einen “Entwicklungsnationalpark” anzustreben ( Das betrifft vor allem Flächen im Salzforst, wo es noch viel Nadelholzbestände gibt. )
- Mit der Errichtung des Nationalparkes sollte ein Wildtier-Managementplan aufgestellt werden, um die angrenzenden Wälder der Kommunen und Kleinwaldbesitzer vor Schäden zu schützen und ebenso die landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Nachbarschaft.
SUEDLINK
BUND NATURSCHUTZ FORDERT EINE DEZENTRALE ENERGIEWENDE UND KRITISIERT ÜBERDIMENSIONIERTE TRASSENPLANUNG DER TENNET.
21.06.2017
BUND Naturschutz in Bayern, e.V., fordert eine umsetzbar und finanziell tragbare Energiewende in Bayern. Der BUND Naturschutz fordert den schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung – um das 1,5 Grad Ziel des Klimaabkommens Paris 2015 zu erreichen.
Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT stellte am 15.5.2017 in Bad Kissingen die Wiederauflage einer zentralistischen Planung für neue Übertragungsnetze vor.
Die Umsetzung einer erfolgreichen und nachhaltigen Energiewende ist jedoch nur möglich mit dezentralen und regionalen Energiekonzepten.
Der BUND Naturschutz lehnt daher die Planungen der TenneT ab.
Pressemitteilung: Stromautobahnen gefährden Energiewende
Pressemitteilung: Stromautobahnen enegiepolitische Sackgasse
2016
Umweltpreis 2016
Umweltpreis der Stadt Bad Neustadt und der Ortsgruppe des BUND Naturschutz
Preisvergabe am Tag des Ehrenamts am 5. Dezember 2016 im Alten Amtshaus Bad Neustadt
durch Bürgermeister Bruno Altrichter und Martin Müller (BN, Ortsgruppe Bad Neustadt)
Preisträger ist Dr. Dietrich Wartenberg
Der 87-jährige Dietrich Wartenberg setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Belange des Umweltschutzes ein, insbes. der Energieeinsparung und CO2-Vermeidung, in der Stadt und im Landkreis. Und zwar in folgenden Bereichen:
1. Beim Umbau des evang. Gemeindezentrums
Als treibende Kraft im Umweltreferat des Kirchenvorstands hat er wesentlichen Einfluss auf die Realisierung energetischer Maßnahmen bei den Sanierungsarbeiten 1996 genommen (Wärmedämmung, Heizung, Beleuchtung).
In seiner Eigenschaft als Elektroingenieur hat er bereits Anfang der 1990er Jahre die alte Elektroheizung der Kirche durch seperate Schaltkreise so verändert, dass je nach Besucherzahl energiesparend geheizt werden konnte. Bei der Umstellung der klimaschädlichen elektr. Heizung durch Fernwärme (2012) hat er planerisch und praktisch mitgewirkt.
2. Steter Mahner beim Energiesparen in der Öffentlichkeit
Unermüdlich setzt sich Dietrich Wartenberg für Energiesparmaßnahmen in der Stadt, z.B. bei der Straßenbeleuchtung, ein. Er hat sich über energiesparende Lampen kundig gemacht und mit Landrat, Bürgermeister von NES und benachbarten Orten, dem Stadtbauamt sowie den Stadtwerken Bad Neustadt Kontakt aufgenommen und auf Anschaffung solcher gedrängt. Er legt großen Wert auf eine effiziente Beleuchtung von Straßen und Gehwegen – auch unter Beachtung des Insektenschutzes; auch unter dem Aspekt der "Lichtverschmutzung des Himmels" (Vorbild: Sternenpark auf der Wasserkuppe), d.h. keine nutzlose Abstrahlung in den Himmel
3. Ehrenamtlicher Energieberater
Vor ca. fünf Jahren hat sich Dietrich Wartenberg zum ehrenamtlichen Energieberater des Diakonischen Werks Bad Neustadt in mehrwöchigen Kursen – u.a. in Schweinfurt - ausbilden lassen. Nun berät er erfolgreich Wohnungsinhaber von prekären Haushalten in NES in Sachen Energieeinsparmöglichkeit, besonders beim Stromverbrauch.
Die Laudatio hielt Maximilian Pfister: "Dietrich Wartenberg ist ein Energiesparer mit Leib und Seele". In einem Vortrag mit dem Thema: "Der bestirnte Himmel über uns" würdigte Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin im Biosphärenreservat Rhön, auch die Verdienste des Preisträgers, der im engen Kontakt zu ihr steht.
Jürgen Burmester
2015
Pestizide, die unterschätzte Gefahr?
30.11.2015
In Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Imker Rhön-Grabfeld e.V. organisierten wir einen Vortrag mit Diskussion zum Thema Pestizide in der Festhalle Heustreu.
Mitgliederversammlung November 2015

19.11.2015
In der Mitgliederversammlung blickten zunächst die Vorsitzenden, Susanne Richter und Helmut Bär, auf das zurückliegende Jahr zurück.
BN-KREISGRUPPE RHÖN-GRABFELD BEI GROSSDEMONSTRATION FÜR BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT PARALLEL ZUR GRÜNEN WOCHE IN BERLIN
15.10.2015
Am Samstag, den 20.Januar, demonstrierten in Berlin parallel zur Grünen Woche 33 000 Menschen gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik im Essen und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen.
Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren an der Spitze angeführt. Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren, auch aus Bayern, an der Spitze angeführt. Über 500 Menschen kamen mit Bussen des BUND Naturschutz aus ganz Bayern.


BN engagiert sich für schnelles Internet per Glasfaser
Wir haben es satt!
17.01.2015
Am Samstag früh um 5.30 Uhr startete der Bus in Mellrichstadt mit einem kurzen Zwischenstopp in Meinigen zur Demo nach Berlin.
2014
Umweltpreis 2014
Der Pfadfinder Stamm Ägidius Rödelmaier erhält am Tag des Ehrenamtes den Umweltpreis der Stadt Bad Neustadt a. d. Saale. Seit vielen Jahren setzen sich die jungen Leute nachdrücklich dafür ein, Kindern und Jugendlichen die Geheimnisse der Umwelt und Mutter Natur näher zu bringen.
In den kommenden zwei Jahren geht der hölzerne Wanderpokal somit in die Nachbargemeinde. Mit Projekten rund um den Schutz von Flora und Fauna sowie mit einem besonderen Fokus auf die Umweltbildung sorgen die Rödelmaierer Pfadfinder immer wieder für Aufmerksamkeit.
Der Arbeitskreis „Energieautarke Region“
Die regionale Energiewende voranbringen will ein Arbeitskreis, der 2011 nach der Fukushima-Katastrophe ins Leben gerufen und 2012 offiziell begründet wurde. Er besteht aus Mitgliedern des Bund Naturschutz und der „Energie-Initiative Rhön-Grabfeld“. Diese setzt sich schon seit 1995 für die Förderung regenerativer Energien und den Klimaschutz ein.
Unser gemeinsamer Arbeitskreis hat mehrere große Veranstaltungen durchgeführt und fördert durch Gespräche und politische Arbeit den Kontakt zwischen den Aktiven im Bereich der Energieversorgung. Das Hauptziel der letzten zwei Jahren war es,ein Energienutzungskonzeptes im Landkreis anzustoßen, mit dem Energieeinsparungs-Maßnahmen, die Förderung der Energieeffizienz und der weitere Ausbau der regenerativen Energien in einem Gesamtkonzept umgesetzt werden. Dazu fordert der AK die Einstellung eines Energiemanagers, der die beschlossenen Maßnahmen koordiniert und umsetzt. Mindestens bis zu 100 Prozent soll sich der Landkreis bis 2030 aus erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität versorgen. Der Kreistag befasste sich in seinen Ausschüssen ausführlich mit diesem Thema. Leider wurde im Juli 2014 das Energienutzungskonzept im Kreistag doch abgelehnt. Auch wenn der Landkreis Rhön-Grabfeld in einzelnen Projekten und teilweise auf kommunaler Ebene bereits ein beachtliches Engagement für die Umsetzung der Energiewende zeigt, ist das ein entttäuschendes Ergebnis. Gegenwärtig befindet sich der Arbeitskreis in einer Phase der Neuorientierung.













