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Berichte & Archiv

Arbeitskreis energieautarke Region fühlt sich ausgebremst

Bad Neustadt (rv) “Ausgebremst” – diese Überschrift steht auf einer Dokumentation des Arbeitskreises „Energieautarke Region“, der die Zusammenfassung seiner Arbeit seit 2011bei einem Pressetermin vorlegte. Enttäuscht sind die Mitglieder des Arbeitskreises (AK), der aus je vier Mitgliedern der Kreisgruppe des Bund Naturschutz und der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld besteht. Ihre Ziele: Die erneuerbaren Energien sollen im Landkreis so weit vorangebracht werden, dass bis zum Jahr 2020 eine energieautarke Region entsteht und damit so viel Wertschöpfung wie möglich  in der Region bleibt, Arbeitsplätze geschaffen werden und erhalten bleiben und sich die Abhängigkeit von Gas- und Ölimporten reduziert.

Um diese Ziele zu erreichen sollte ein Energienutzungskonzept für den Landkreis aufgestellt werden und, wie Sprecherin Susanne Richter und Sprecher Helmut Schwartl vortrugen, ein Energiemanager beschäftigt werden, der die Umsetzung gemeinsam mit heimischen Akteuren moderiert. Zunächst sollte über konkrete Energie-Einsparmöglichkeiten bei Kommunen, in Betrieben und Wohngebäuden informiert und der Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt werden. Schon im Oktober 2010 seien ähnliche Ziele bei der Vorstellung der Energiepolitik des Landkreises im Kreistag aufgezählt worden und es war von der Vorbildfunktion des Landkreises und der notwendigen Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung die Rede, berichtete Schwartl. „Besser hätten wir es selbst nicht formulieren können.“ 

Zunächst hatte der AK Energieautarke Region den Eindruck, man komme gut voran. Bündnis90/Die Grünen hatten im Kreistag einen Antrag auf Erstellung eines Energienutzungskonzepts gestellt, daraufhin wurden für das Jahr 2014 dafür 50.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Es folgte unter anderem ein Koordinierungsgespräch im Landratsamt mit Akteuren aus der Energiebranche des Landkreises. Die Mehrheit der Beteiligten sprach sich für das Erstellen eines Energienutzungskonzepts aus. Als es dann im Juli darüber zur Abstimmung im Kreistag kam, wurde das jedoch abgelehnt.

Die Enttäuschung nach so viel Vorarbeit mit Informationsveranstaltungen, Vorträgen, Besprechungen und Aktionen war groß. „Das ist für uns sachlich nicht nachvollziehbar“, formulierte Schwartl. „Da es im Landkreis bereits etliche vorbildliche Projekte gibt, wäre es ein Leichtes darauf aufzubauen.“ Er erwähnte die Gemeinden der Kreuzberg-Allianz, die im Sommer ein eigenes Energienutzungskonzept vorgestellt haben, die drei genehmigten Windparks, bestehende Nahwärmenetze in mehreren Gemeinden und ausgezeichnete Beispiele wie das Bioenergiedorf Großbardorf. Dazu kommt die Elektromobilitätsstadt Bad Neustadt – alles könnte sinnvoll vernetzt und weiter ausgebaut werden.

„Nach wie vor ist aus Sicht des AK eine koordinierte Energiewende nicht nur aus ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Gründen geboten, sondern eben auch aus ökonomischen. Der AK wird seine Arbeit fortsetzen und seine Ziele weiter verfolgen“, heißt es in einer Presseerklärung. Diskutiert wurde auch über die Frage, was mit den im Haushalt eingestellten 50.000 Euro passiert. Sie sollten ausschließlich für Energiewende-Projekte eingesetzt werden, forderten die AK-Mitglieder.

Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie notwendig ein sauberes, regeneratives, effizientes und umweltgerechtes Energiesystem ist. Themen wie die Zerstörung ganzer Landstriche durch Fracking, die Anhängigkeit vom russischen Erdgas und zunehmende Konflikte um Regionen mit Ölvorkommen wurden angesprochen. Für den Landkreis Rhön-Grabfeld haben die Mitglieder des AK viele Ideen, die mit einem Energiemanager als Bindeglied zwischen den Akteuren durchführbar wären und voranbringen würden. Aufklärungsarbeit schon in Kindergärten und Schulen könnte geleistet werden, man könnte in Zusammenarbeit mit M-E-Nes ein Car-Sharing-System mit Elektroautos sowie ein E-Tankstellennetz aufbauen, Praxisanleitungen für Geschäftsführer und Hausmeister im Bereich Energiemanagement und andere Informationsveranstaltungen durchführen und vieles mehr. „Wenn es ein Konzept gäbe, hätten wir auch weniger Konflikte im Landkreis“, meint Martin Müller. Bürgerengagement werde immer gefordert, aber dann werde man „links liegen gelassen“. „Wir machen aber weiter“, sagte Susanne Richter, dem stimmten die anderen Mitglieder zu.

(Presseartikel vom 11.12.2014)

Der Arbeitskreis „Energieautarke Region“

Die regionale Energiewende voranbringen will ein Arbeitskreis, der 2011 nach der Fukushima-Katastrophe ins Leben gerufen und 2012 offiziell begründet wurde. Er besteht aus Mitgliedern des Bund Naturschutz und der „Energie-Initiative Rhön-Grabfeld“. Diese setzt sich schon seit 1995 für die Förderung regenerativer Energien und den Klimaschutz ein.

Unser gemeinsamer Arbeitskreis hat mehrere große Veranstaltungen durchgeführt und  fördert durch Gespräche und politische Arbeit den Kontakt zwischen den Aktiven im Bereich der Energieversorgung.  Das Hauptziel der letzten zwei Jahren war es,ein Energienutzungskonzeptes im Landkreis anzustoßen, mit dem Energieeinsparungs-Maßnahmen, die Förderung der Energieeffizienz und der weitere Ausbau der regenerativen Energien in einem Gesamtkonzept umgesetzt werden. Dazu fordert der AK die Einstellung eines Energiemanagers, der die beschlossenen Maßnahmen koordiniert und umsetzt. Mindestens bis zu 100 Prozent soll sich der Landkreis bis 2030 aus erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität versorgen. Der Kreistag befasste sich in seinen Ausschüssen ausführlich mit diesem Thema. Leider wurde im Juli 2014 das Energienutzungskonzept im Kreistag doch abgelehnt. Auch wenn der Landkreis Rhön-Grabfeld in einzelnen Projekten und teilweise auf kommunaler Ebene bereits ein beachtliches Engagement für die Umsetzung der Energiewende zeigt, ist das  ein entttäuschendes Ergebnis. Gegenwärtig befindet sich der Arbeitskreis in einer Phase der Neuorientierung. 

Energieräuber im Haushalt ausfindig machen

Der Bund Naturschutz bietet Tipps zum Energiesparen und Umweltschützen im Haushalt

21.09.2014

Die Stromverschwendung in etlichen Haushalten und Büros hält laut Bund Naturschutz immer noch an. Die Rundum-Elektronisierung produziert neben dem Gefühl des Dabeiseins im globalen Dorf vor allem eines: teuren Leerlauf.

Tatsächlich ist es bei elektronischen Geräten ähnlich wie bei Autos, die im Leerlauf vor roten Ampeln stehen, so der BN. Natürlich bewegen sie sich nicht vorwärts, trotzdem verbrauchen sie Energie. Genauso ist es z.B. bei Fernsehgeräten, die nach dem Druck auf die „Aus-Taste“ der Fernbedienung mit einer kleinen Leuchtdiode scheinbar Ruhe signalisieren. Zwar ist der Bildschirm dunkel, doch das Netzteil ist weiter an die Stromversorgung angeschlossen um den Empfang von Signalen der Fernbedienung zu gewährleisten oder weil dem Gerät der Netzschalter fehlt. Strom wird somit nutzlos in Wärme umgesetzt. Gleiches gilt auch für viele andere Elektrogeräte, die durch eine derartige Bereitschaftshaltung (englisch: „stand-by“) oder andere Formen des Leerlaufes Strom verbrauchen. Dabei geht es jedoch nicht nur um eine kleine Leuchtdiode -  Leerlaufverluste haben ganz andere Dimensionen.

Gründe wären z.B. gedankenlose Energienutzung, der Wunsch nach dauerhafter Empfangsbereitschaft, ständige Aktions- und Reaktionsbereitschaft von Geräten oder das Fehlen eines Netzschalters. Dies geschieht meistens, da sich der Verbraucher nicht im Klaren ist, dass es sich nicht nur um ein paar Watt handelt, die er durch dieses Verhalten verschwendet. In einem Haushalt mit durchschnittlicher Ausstattung, zum Beispiel mit Fernseh- und Videogerät, HiFi-Anlage, Waschmaschine mit Uhr und Kassettenrecorder, ergibt sich durch diese Vielzahl an stillen Verbrauchern eine ständige Leistungsaufnahme. Dies führt zu einem zusätzlichen Stromverbrauch und damit zu eigentlich vermeidbaren Kosten.

Kühl- und Gefriergeräte, Wasch- und Spülmaschinen sowie Waschtrockner und Wäschetrockner sind Anschaffungen für viele Jahre. Neben guter Leistung sollen sie vor allem zuverlässig sein und eine lange Lebensdauer haben. Außerdem sollen sie sparsam sein. Ein niedriger Strom- oder Wasserverbrauchverursacht weniger Betriebskosten und entlastet die Umwelt. Bei vielen Geräten sind die Betriebskosten in ihrer Lebensdauer deutlich höher als ihr Kaufpreis. Besonders sparsame Geräte sparen deshalb im  Laufe der Jahre wesentlich mehr an Strom- und Wasserkosten ein, als sie bei der Anschaffung teurer sind. In der aktuellsten Liste besonders sparsamer Haushaltsgeräte sind besonders sparsame Modelle üblicher Bauarten und Größenklassen zusammengestellt. Es soll als Orientierung dienen, wenn man auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten will.

Als Energieversorger empfiehlt der BN zur Unterstützung einer zukunftsfähigen umweltverträglichen Energieversorung den Wechsel zu einem reellen zertifizierten Ökostrom-Anbieter, der mindestens die Kriterien des Grüner Strom Labels (GSL) erfüllt wie EWS, Naturstrom, Lichtblick oder Greenpeace Energy, bei dem auch ein Zubau neuer Energieerzeugungsanlagen mittels Photovoltaik, Windkraft, ökologisch verträglich erzeugter Biomasse etc. aus einem Teil der höheren Verkaufserlöse garantiert ist.

Aber auch mit der Verwendung von Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier statt der „Primärfaserpapieren“, trägt man zum Energiesparen bei und schont damit Umwelt und Klima. Grund dafür ist der gegenüber den „Primärfaserpapieren“ weitaus geringere Wasser- und Energieverbrauch sowie eine geringere Abwasserbelastung bei der Herstellung, wie die aktuelle Ökobilanz dazu eindeutig ergibt. (Klimaschutz beginnt beim Papier)

Ein Infopaket  „Energiesparen Haushalt“ gibt es beim Bund Naturschutz gegen 5 € in Briefmarken oder Vorabüberweisung mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Energie Haushalt“.

BN Kreisgruppe Straubing
Albrechtsgasse 3
94315 Straubing

Tel. 09421/2512
straubing@bund-naturschutz.de 

Konto 461251 des BN
Sparkasse Niederbayern-Mitte
BLZ 74250000
IBAN DE03 7425 0000 0000 461251
SWIFT-BIC BYLADEM1SRG 

Elektromagnetische Felder

In verschiedenen Regionen wurden in den vergangenen Monaten Funkwasseruhren von den entsprechenden Versorgern eingebaut. Daraufhin regte sich Widerstand, den der Arbeitskreis EMF (Elektromagnetische Felder) unterstützte.

21.10.2016

Die Kreisgruppe lehnt Funkwasserzähler der Firma Kamstrup, Multical 21, aus folgenden Gründen ab:

  1. Unzumutbare Verstärkung des Elektrosmogs
    1. Die Funkuhren strahlen in einem Umkreis bis zu 500 m, betreffen also alle in diesem Bereich befindlichen Bewohner und das Tag und Nacht.
      Darum muss man von der Funkbelastung durch mehrere Zähler ausgehen.
    2. Jede Funkstrahlung ist eine Belastung für den Organismus. Da der derzeitige Grenzwert in Deutschland im Sinn einer Gesundheitsvorsorge schon zu hoch ist, sollten wenigstens öffentliche Einrichtungen auf eine Vermehrung der Funkbelastung verzichten.
      Dies wird auch vom Bundesamt für Strahlenschutz gefordert.
  2. Der Einbau widerspricht dem Recht auf Datenschutz
    1. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist durch den Einbau der Funkwasser-uhr nicht gewahrt, so lange die Funksignale nicht vom Betroffenen ein- oder ausgeschaltet werden können und er nicht seine ausdrückliche Einwilligung bekundet hat.

Die Kreisgruppe fordert:

  1. Bereits eingebaute Funkwasserzähler sollen auf Wunsch gegen funkfreie Geräte kostenlos ausgetauscht werden.
  2. Wahrung der informationellen Selbstbestimmung

Voraussetzung für die Wahrung der informationellen Selbstbestimmung ist eine umfassende Information der Betroffenen über die durch Funk vom Wasserzähler übertragenen und gespeicherten Daten.

Die BN-Kreisgruppe fordert die Wasserversorger auf, keine Funkwasseruhren mit Dauerfunkbetrieb einbauen zu lassen oder wenigstens unter Berücksichtigung der genannten Punkte den Funkbetrieb auf wenige Tage im Jahr zu begrenzen.

Weitere Informationen:
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1104
http://www.bund-naturschutz.de/mobilfunk

Der Einbau der Funkwasseruhren wurde von den Versorgern inzwischen gestoppt.
siehe auch Arbeitskreis Elektromagnetische Felder

SUEDLINK

BUND NATURSCHUTZ FORDERT EINE DEZENTRALE ENERGIEWENDE UND KRITISIERT ÜBERDIMENSIONIERTE TRASSENPLANUNG DER TENNET.

21.06.2017

BUND Naturschutz in Bayern, e.V., fordert eine umsetzbar und finanziell tragbare Energiewende in Bayern. Der BUND Naturschutz fordert den schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung – um das 1,5 Grad Ziel des Klimaabkommens Paris 2015 zu erreichen.
Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT stellte am 15.5.2017 in Bad Kissingen die Wiederauflage einer zentralistischen Planung für neue Übertragungsnetze vor.
Die Umsetzung einer erfolgreichen und nachhaltigen Energiewende ist jedoch nur möglich mit dezentralen und regionalen Energiekonzepten.
Der BUND Naturschutz lehnt daher die Planungen der TenneT ab.

Pressemitteilung: Stromautobahnen gefährden Energiewende
Pressemitteilung: Stromautobahnen enegiepolitische Sackgasse

„Neue Blühflächen im Grabfeld“

Das dramatische Insektensterben und die damit verbundene Gefahr großer wirtschaftlicher und ökologischer Schäden hat viele Menschen alarmiert. Ein Umdenken zum Umgang mit Insekten und ihren Lebensräumen bereits begonnen. Wie können wir den Insekten helfen und ihre Lebensräume verbessern?

23.02.2018

Bund Naturschutz und Stadt Bad Königshofen schaffen zusätzliche Lebensräume für Insekten

Bad Königshofen (vo) Menschen, die mit Pinseln die Bestäubungsleistungen der Insekten übernehmen, die sie zuvor großflächig vernichtet haben – diese Horrorvision ist in Südchina schon Wirklichkeit. Der BN-Ortsvorsitzende Dieter Jetschni berichtete davon in seiner Begrüßung zur Infoveranstaltung „Neue Blühflächen im Grabfeld“ am Mittwochabend. 

Durch das dramatische Insektensterben entstehen große wirtschaftliche und ökologische Schäden, deshalb hat die Stadt Bad Königshofen gern die Anregung des Bund Naturschutz aufgegriffen, gemeinsam eine Offensive für mehr Blühflächen zu starten. Wie Bürgermeister Thomas Helbling ankündigte, wird die Stadt einige Grundstücke zur Verfügung stellen, auf denen Blühmischungen ausgesät werden.  

Zunächst sprach Fachberater Georg Hansul den dramatischen Rückgang der Insekten insgesamt um rund 75 Prozent an, damit hängt auch der Rückgang der Vogelbrutpaare zusammen. Beispiel: Der Bestand an Staren sank um 42 Prozent. Nicht nur die konventionelle Landwirtschaft muss hier in die Pflicht genommen werden, auch die Versiegelung der Flächen trägt dazu bei. Positive Beispiele für das Schaffen von geeigneten Lebensräumen für Insekten zeigte der Fachberater. Blühstreifen entlang von Feldern und Wegen, innerhalb von Rasenflächen oder auf Verkehrsinseln können die Insekten unterstützen. Brachflächen in der Landwirtschaft wären Oasen in größeren Dimensionen, in Hausgärten in kleinerem Stil. „Das Sauberkeitsdenken muss man beiseitelassen“, so Hansul. Die abgeblühten Flächen können über den Winter stehen bleiben, in den Stängeln und unter Blättern finden Insekten Unterschlupf und die Vögel Nahrung. 

Vier gut erprobte Blühmischungen stellte Hansul vor (Lebensraum 1, Veitshöchheimer Bienenweide, Cosmos und Präriemischung). Wenn gemäht werden muss, sollte die Schnitthöhe auf 10 bis 12 cm gestellt und möglichst kein Mulchmäher benutzt werden. Bleibt das Schnittgut liegen, reichern sich die Nährstoffe an, mehr Gras statt Kräuter kann sich durchsetzen, die Lichtkeimer werden unterdrückt und auf den Verkehrsinseln reichern sich die Schadstoffe an. Wie eine Fläche richtig vorbereitet wird, um als Blühfläche zwischen zwei und fünf Jahren zur Verfügung zu stehen, können Interessenten am 14. April vor dem Bauhof Bad Königshofen in einem Praxiskurs sehen. Der Leiter des Bauhofs, Markus Schunk, lud dazu ein und verwies auf die Blühflächen statt „sterilem Rasen“ auf der Tuchbleiche. Prompt haben sich Bürger über das „Unkraut auf dem Parkplatz“ beschwert. 

Ein weiteres positives Beispiel stellte der Greenkeeper von Maria Bildhausen, Reinhard Michalk vor, der seit 2006 dort Blühflächen anlegt und Hecken pflanzt. Eine vielfältige Tierwelt findet man dort vor, denn das von den Golfspielern genutzte Grün umfasst nur die Hälfte des 140 ha großen Areals, die andere Hälfte ist Ausgleichfläche. Zu Wort kam auch die Kreisvorsitzende der Imker, Annette Seehaus-Arnold, die vom Möbelhaus Angermüller gesponserte Samentütchen und Infoflyer verteilte. 

In der Diskussion wurde das zu häufige und rigorose Abmähen der Böschungen durch Straßenbauamt und Bauhöfe moniert und nach Förderungen für die Landwirte gefragt (gibt es jetzt wieder). Was geschieht, wenn man eine Fläche ganz sich selbst überlässt? Dann entsteht am Ende Wald, antwortete Hansul. Gartenbesitzer wurden kritisiert, die Koniferen, „in die nicht mal eine Blattlaus rein mag“, statt heimische Gehölze pflanzen oder eine „Steinwüste“ anlegen. Die Verbraucher sollten mehr Bioprodukte kaufen, auch das ändert die Bedingungen, hieß es und die Gemeinden sollten eigene Flächen nicht verpachten, damit sie gepflegt werden, sondern als Blühflächen nutzen. „Die Infoveranstaltung ist erst der Anfang der Initiative“, sagte Bürgermeister Helbling, der mit Jetschni und Hansul total überrascht war über die große Resonanz – der kleine Kursaal war überfüllt und es mussten diverse Stühle herbeigeschafft werden.

(Mainpost, 23.2.2018)

Funkwasseruhren

Das Widerspruchsrecht gegen Funkwasseruhren wurde im neuen Datenschutzgesetz festgeschrieben. Allerdings bleiben folgende fragwürdige Bestimmungen: 

03.07.2018

  • Es gibt keine Möglichkeit für Mieter und in Eigentumswohnungen, wenn die Versorgung über einen Zähler erfolgt.
  • Es gibt keine Möglichkeit bei Miet- oder Eigentumswechsel das Widerspruchsrecht wahrzunehmen.
  • Die Widerspruchsfrist: Sie ist möglich innerhalb von vierzehn Tagen vor Einbau der Funkwasseruhr.

Nach bisherigen Erfahrungen wird es sehr darauf ankommen, ob die Wasserversorger transparent und rechtzeitig die Betroffenen informieren.

Auszug aus dem Bayerischen Datenschutzgesetz für Funkwasserzähler

Arbeitskreis Elektromagnetische Felder

Erste eigene Geschäftsstelle - Nach 43 Jahren gibt es jetzt einen Anlaufpunkt in der Bauerngasse 7 Bad Neustadt

Der Bund Naturschutz Rhön-Grabfeld hat eine eigene Geschäftsstelle. Dieses Ereignis ist vor allem deshalb so bemerkenswert, weil die Kreisgruppe der Naturschützer bereits seit 43 Jahren  besteht und sich bisher mit Provisorien begnügt hat. Jetzt reichte das nicht mehr und der Schritt nach vorn wurde gebührend gefeiert.

17.07.2018

Eingerichtet hat sich der BN in der Bauerngasse 7. Dort haben Telefon, PC, Ordner, Flyer, Poster und viele andere Materialien eine Bleibe gefunden, dort werden ab sofort montags und mittwochs von 9.30 bis 13 Uhr die Büroarbeiten von Doris Wehner erledigt. Sie ist in dieser Zeit zugleich Ansprechpartnerin für jeden, der ein Anliegen zum Naturschutz hat, erklärt, dass er zur Mitarbeit bereit ist, auf Missstände draußen in der Natur aufmerksam machen oder einfach nur Kontakt zum BN aufnehmen möchte.

Für Susanne Richter und Helmut Bär, die beiden Kreisgruppen-Vorsitzenden, war es eine besondere Freude, die neue Geschäftsstelle, die schon Anfang des Jahres bezogen wurde, offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben. Susanne Richter erinnerte daran, dass von Beginn an die Vorsitzenden die Büro-Arbeit in ihrem eigenen zu Hause erledigten. Daran änderte sich nichts, als Karl-Heinz Claaßen 1999 die Geschäftsführung übernahm. Auch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Helga Werner (ab 2014) und Doris Wehner (ab 2017) wirkten in ihrem home office.

Darüber hinaus gab es den Umstand, dass die vielen Materialien den privaten Keller von Jutta Heizer und andere Dachböden und Garagen von Vorständen belegten und nun einen zentralen Ort gefunden haben, an dem jeder auf die Dinge zugreifen kann. Genutzt werden die Räume außerdem für Vorstandssitzungen und Arbeitsgruppen.

Susanne Richter und Helmut Bär dankten allen, die zum erfolgreichen Umzug beitrugen, und freuten sich, dass die Eröffnungsfeier musikalisch von den Mitglieder-Familien Wolf und Urban gestaltet wurde.

Zweite Bürgermeisterin Rita Rösch gratulierte dem Bund Naturschutz und lobte die ideale Lage der Geschäftsstelle in der Innenstadt mit der Nähe zum Alten Amtshaus, in dem passenderweise der Umweltpreis verliehen werde. Franz Zang, BN-Kreisvorsitzender Bad Kissingen, hob die lange gemeinsame Geschichte der beiden Kreisverbände, die gute Zusammenarbeit beim Rhönschaf-Projekt und das gemeinsame Eintreten für den Nationalpark Rhön hervor.

Vom BN-Landesverband wies Dr. Klaus Mandery Rhön-Grabfeld eine Vorreiterrolle zu im Hinblick auf die hervorragende Zusammenarbeit von Bund Naturschutz und Bayerischem Bauernverband, wenn es um die Blühflächen als Insektennahrung geht. Dass dieses Projekt konsequent weiterverfolgt werden soll, unterstrich BBV-Geschäftsführer Michael Diestel. Die Biodiversität sei gemeinsames Anliegen von Landwirtschaft und Naturschutz.

Einen intensiveren Einblick in die Arbeit der BN-Kreisgruppe gewährte eine kleine Ausstellung im Alten Amtshaus (wegen der größeren Räumlichkeiten), zu der Thorsten Hein die Gäste mit seinem Didgeridoo begrüßte. Die Bilder von Hubert Kornbrust vermittelten die Botschaft: „Die Natur braucht euch“ und wollten noch weitere der 1200 Mitglieder motivieren, aktiv zu werden. In ihre Spezialgebiete führten Biber- und Muschelexperte Egon Hüllmandel, Wespenberater Klaus Hümpfer und Fledermaus-Experte Georg Warnke ein. Einem Jahresschwerpunkt, dem Kampf gegen den Flächenverbrauch mit der Unterstützung des Volksbegehrens, war eine Dokumentation gewidmet.

Bund Naturschutz in Bayern e. V., Kreisgrupe Rhön-Grabfeld, Geschäftsstelle: Bauerngasse 7 in Bad Neustadt, (09771) 68 75 740, geöffnet Montag und Mittwoch von 9.30 bis 13 Uhr,

Email: rhoen-grabfeld@bund-naturschutz.de

www.rhoen-grabfeld.bund-naturschutz.de

Mainpost, 17.7.2018

BUND-Vorstände bei uns im Landkreis

Die Vorstände des BUND-Bundes- und Landesverbandes bereisten am 31.7. und am 1.8. die Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.

31.07.2018

Am 31.Juli nachmittags kamen sie mit Vertretern der Kreisgruppe Bad Kissingen in die Nähe von Großwenkheim, um sich über eine Energiepflanzen-Blühfläche zu informieren. Hier wurden sie von den Vorsitzenden der BUND-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld, Susanne Richter und Helmut Bär, erwartet, sowie von Vertretern des Bauernverbandes, Landwirten, der Imker und Landrat Thomas Habermann.

Ein blühender Weg aus der Maisfalle
Artikel der MainPost als PDF

Weiter ging es nach Bad Königshofen. Im Rathaus begrüßte Bürgermeister Thomas Helbling die BUND-Vorstände und Vertreter der Kreisgruppe. Er stellte die Stadt vor mit ihren Bemühungen zum Ausbau des Nahwärmenetzes, sowie einer gesicherten Trinkwasserversorgung. Ebenso ging er auf die Grabfeld – Allianz ein, die u.a. die Innenentwicklung der Orte fördern möchte.

Der BUND-Landesvorsitzende, Richard Mergner, zeigte sich erfreut über das innerhalb der Grabfeld-Allianz geltende Innenentwicklungs-Förderprogramm und das Leerstandsmanagement, sowie das Nahwärmenetz in Zusammenarbeit mit den Betreibern der Biogasanlage. Außerdem betonte er im Blick auf den öffentlichen Nahverkehr: „Sie sind auf einem guten Weg“.

www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Naturschuetzer-sehen-die-Potenziale-der-Stadt;art767,10024946

Der Abend klang gemütlich aus mit dem Abendessen im Hotel „Vier Jahreszeiten“. Am nächsten Tag, den 1.August, ging es zuerst zu einem Gespräch mit Landrat Thomas Habermann ins Landratsamt. Vertraulich wurden die wichtigsten Anliegen ausgetauscht bei Anwesenheit  von Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde und der Verwaltung. Zum Mittagessen fuhr dann die Delegation in das Rhöniversum. Anschließend traf man sich mit Michael Geier vom Biosphärenreservat im Haus der Langen Rhön. Nach dessen Vorstellung des Biosphärenreservates betonte Hubert Weiger, dass es hier um ein Modell nachhaltiger Entwicklung gehe. Um den Eindruck von der Rhön noch etwas zu erweitern, wurde auf Wunsch von Landrat Thomas Habermann ein Ausflug zur Schornhecke eingefügt, bevor das Treffen mit dem Schäfer Josef Kolb auf den BUND-eigenen Gassenwiesen oberhalb von Ginolfs folgte.

Am Ende konnten die BUND-Vorstände noch im eigenen Schafstall Rhönschafe streicheln.
www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/BUND-fordert-mehr-Mittel-fuer-die-Vorbildlandschaft-Rhoen;art765,10025830

"Dreiländerwanderung" zum fränkischen Gelbvieh

Zur diesjährigen „Dreiländerwanderung“ am 3.Oktober hatte die BUND Naturschutz-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld die Nachbarn aus den Kreisgruppen Fulda und Schmalkalden-Meinigen in die bayerische Rhön eingeladen.

23.10.2018

Der Kreisvorsitzende, Helmut Bär, konnte an die vierzig Wanderer aus dem Bereich der drei Kreisgruppen am Basaltsee begrüßen. Von dort ging es unter Leitung von Förster und  BN-Vorstandsmitglied Joachim Urban zu den Hochrhönweiden mit dem fränkischen Gelbvieh. Auf dem Weg erfuhren die Teilnehmer die Ziele des naturnahen Waldumbaues, von Nadel- zu Laubwald, der schon in früheren Jahren begonnen wurde und jetzt vor allem in den Kernzonen des Biosphärenreservates durchgeführt wird (s.Bild). Außerdem erklärte Urban den Birkhuhnbestand und andere interessante Vogelvorkommen.
Bei der Weide mit den Kühen und ihren Kälbern (s.Bild)  wurde die Gruppe von Klaus Manger erwartet, dem  Züchter der fast ausgestorbenen Rasse des fränkischen Gelbviehs. Die Kühe leben mit den Kälbern den ganzen Sommer über auf der Weide und fressen Gras und im Winter das selbst erzeugte Futter. Auf den Hochrhönweiden gab es auch in diesem Sommer genug Wasser aus einer Quelle, allerdings zuletzt zu wenig Gras, so dass die eigenen Heubestände herangezogen werden mussten. Der Trockenheit war es auch geschuldet, dass die Ochsen bereits im offenen Laufstall auf dem Hof waren, in den mittlerweilen beim Weideabtrieb auch die Kühe mit den Kälbern gebracht wurden. Manger betonte, dass sich seine Rinder wohlfühlen. Und damit das bis zur Schlachtung der Ochsen und Färsen auch so bleibt, begleitet sie der gelernte Metzger in die nahe gelegene Schlachterei in Oberweißenbrunn. Fleisch kann man beim Biohof Manger bestellen oder in einer Bischofsheimer Metzgerei kaufen.
Nach dem Abstieg durch den „Wilden Grund“ nach Ginolfs, kam die Gruppe auf den Biohof Manger, wo man seinen Hunger mit einer Gulaschsuppe und mit selbst gebackenem Kuchen stillen konnte. Helmut Bär bedankte sich bei Joachim Urban und dessen Ehefrau, sowie dem Ehepaar Manger (s.Bild) mit einem kleinen Präsent und betonte, dass ihn besonders die artgerechte Haltung der Tiere beeindrucken würde.

Fotos: Hubert Kornbrust

Modellprojekt „Blühende Felder für Biogas-Anlagen“ in Rhön-Grabfeld

Das Modellprojekt „Blüh-Felder für Biogasanlagen“ bzw. „Wildpflanzenprojekt“, das die Agrokraft GmbH (Bauernverband und Maschinenring) zusammen mit der BN-Kreisgruppe und anderen Partnern aufgebaut hat, wird inzwischen von einem breiten Bündnis unterstützt.

25.02.2019

Die Projektleitung hat die Agrokraft. Statt Mais werden Blühpflanzen angebaut, die der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft Raum geben. Der Landesverband des BUND Naturschutz ist Projektpartner geworden. 2018 konnten 35 ha Blühfläche mit dem „Veitshöchheimer Hanfmix“ angebaut werden. Durch einen Geberverbund wurden die Ausgleichszahlungen für die Landwirte ermöglicht und eine breite Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Da eine staatliche Förderung erst ab 2020/21 in Aussicht gestellt wird, wurde erfolgreich ein Antrag auf Förderung beim Bayerischen Naturschutzfond gestellt. Ab 1.1.2019 wird das Projekt für drei Jahre gefördert. Damit können für bis zu 100 ha Fläche die Ausgleichszahlungen an die Landwirte, das begleitende wissenschaftliche Monitoring der Vögel und Insekten, sowie andere Unkosten getragen werden. So kann das Projekt in der Praxis weiter erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Öffentlichkeitsarbeit und Fachsymposien sind in Planung.

Hier finden Sie einen Informationsflyer

KARL-HEINZ CLAASSEN VERABSCHIEDET

Im Namen der Kreisgruppe bedankte sich Helmut Bär bei Karl-Heinz Claaßen für seinen Einsatz. Dabei erwähnte er neben dessen Geschäftsstellenarbeit Schwerpunkte der Tätigkeit in den letzten Jahren.

10.12.2018
Aus persönlichen Gründen zieht der langjährige Geschäftsführer der Kreisgruppe nach Nordrhein-Westfalen. Entsprechend seinem eigenen Wunsch wurde er ohne großes Publikum in einer der letzten Vorstandssitzungen verabschiedet.
Etwa 25 Jahre prägte Karl-Heinz Claaßen mit die Geschicke der Kreisgruppe. Schwerpunkte waren in dieser Zeit die Organisation und Unterstützung der jährlichen Amphibienaktion, wie die Koordination der Errichtung der Krötenzäune, Gewinnung von Helfern und deren Unterstützung. Außerdem lag ihm die kommunale Trinkwasserversorgung am Herzen. So engagierte er sich für die Versorgung aus eigenen Quellen gegen einen Anschluss an eine Fernwasserleitung im Grabfeld. Auch im Landesvorstand der IKT (Interessengemeinschaft Kommunaler Trinkwasserversorgung) brachte er sich ein. Und als die Diskussion auf Landkreisebene um das schnelle Internet kam, plädierte er für eine flächendeckende Kabellösung gegen Übertragung durch Funk, was sich ja dann durchsetzte. Jegliche Mehrbelastung durch Mobilfunkmasten sah er sehr kritisch, demzufolge auch den Einbau von Funkwasseruhren. Außerdem griff er in seinen Leserbriefen immer wieder Themen von regionaler Bedeutung auf.
Die Kreisvorstandschaft bedankte sich mit einem Präsent und nach so manchen angesprochenen persönlichen Erinnerungen wurde Karl-Heinz Claaßen von den Anwesenden sehr persönlich  versabschiedet.

"Wir haben es satt!" – Demo am 18. Januar 2020 in Berlin

27.000 fordern: Klima und Insekten schützen – Agrarwende jetzt! Am 18. Januar war es wieder soweit. Bei der zehnten "Wir haben es satt!"-Demo gingen Umweltschützer*innen, Verbraucher*innen, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam auf die Straße.

Der BUND und die BUNDjugend waren zahlreich und lautstark vertreten. Gefordert wurde: Insekten schützen, Klima retten und Bauernhöfe unterstützen. Die EU-Subventionen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) – rund 60 Milliarden Euro jährlich – müssen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen eingesetzt werden.

Die Demonstration wurde von 170 Traktoren angeführt. Es folgte ein buntes Meer aus selbstgemachten Schildern und vielen kreativen Kostümen. Der Protest für die Agrarwende war eindrucksvoll.
www.bund.net/themen/massentierhaltung/nutztierhaltung/wir-haben-es-satt
Auch wir – die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld – waren vertreten.

Volksbegehren „Bienen und Artenvielfalt retten“ - Aktionsbündnis Rhön-Grabfeld

Ende November wurde das Volksbegehren Artenvielfalt zur Bekämpfung des Artensterbens zugelassen, für das auch der BUND Naturschutz seine intensive Beteiligung zugesagt hat. Um es zum Erfolg zu führen, müssen rund eine Million Wahlberechtigte im Zeitraum von 31.01. bis 13.02.2019 in den Rathäusern unterschreiben.

Das Aktionsbündnis Rhön-Grabfeld für das Volksbegehren wurde am 09 .01. in Bad Königshofen mit ca. 30 Aktiven aus den beteiligten Parteien, Verbänden, Vereinen und einzelnen Teilnehmern gegründet.
Die Koordination erfolgt über das Büro der BN-Geschäftsstelle in der Bauerngasse 7, Bad Neustadt. Die Öffnungszeiten sind: Montag und Mittwoch von 9.30  bis 13.00 Uhr. Im Altlandkreis Mellrichstadt organisiert der Landesverband für Vogelschutz die Bewerbung. Werbe-Material für alle anderen Landkreisteile kann voraussichtlich ab dem 19.01. in der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz abgeholt werden

BN-Geschäftsstelle: rhoen-grabfeld@bund-naturschutz.de oder Tel. 09771 6875740.

Wichtige Aufgaben werden sein:
-    Wahlbenachrichtigungskarten am eigenen Wohnort in den Haushalten einwerfen.
-    Im Eintragungszeitraum vor den Rathäusern und Verwaltungsgemeinschaften Infos verteilen und Passanten zum Unterschreiben motivieren (Tätigkeit als Rathauslotse/in).
!!Wenn Sie mithelfen oder Material abholen wollen, melden Sie sich einfach bei der BN-Geschäftsstelle oder bei Susanne Richter und Helmut Bär!

Eine zentrale Informationsveranstaltung zum Volksbegehren wird am 25.01., 19.00 Uhr im Alten Amtshaus Bad Neustadt stattfinden.

Allgemeine Informationen unter
info@volksbegehren-artenvielfalt.de

https://rathausfinder.volksbegehren-artenvielfalt.de/
Hier kann man die Öffnungszeiten der Rathäuser ablesen.
Zum Unterschreiben muss der Ausweis vorgelegt werden.  
 
Wichtige inhaltliche Punkte, für die es sich zu kämpfen lohnt:

  • mind. 20 % Ökolandwirtschaft bis 2025, 30% bis 2030
  • Naturschutz in Lehrpläne integrieren
  • Kein Umbruch von Dauergrünland
  • Kleinstrukturen in der Agrarlandschaft besser erhalten
  • regelmäßige Statusberichte zur biologischen Vielfalt
  • Vorgaben gegen Lichtverschmutzung
  • Gewässerrandstreifen
  • 13 % Biotopverbund
  • Pestizidverbot in geschützten Biotopen und Schutzgebieten

NATIONALPARK RHÖN

Nach einer grundlegenden Positionierung im Oktober 2016 hat sich der Kreisvorstand Rhön-Grabfeld wiederholt mit einem möglichen Nationalpark Rhön befasst und kommt zu folgender Stellungnahme: (27.6.2017)

Die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld unterstützt einen möglichen Nationalpark Rhön, sowie die Ausweisung weiterer Nationalparke und Naturwaldgebiete in Bayern.  Sie tritt dem Bündnis „Pro Nationalpark Rhön“ bei. Die Kreisgruppe möchte die Entwicklung zu einem fachlich guten Nationalpark Rhön und wird sich dafür einsetzen. Sie wünscht eine ausreichende Information der Bevölkerung.

 

Bei der Anhörung der Verbände durch das Umweltministerium im April 2017 war die Vorstandsposition:

  • Wir unterstützen die Position der Kreisgruppe Bad Kissingen und halten die bereits in der Presse veröffentlichten möglichen Flächen für ausreichend.
  • Bei der genauen Festlegung der Flächen fordern wir geeignete Flächen zu bevorzugen und dabei auch Hotspots außerhalb der Staatsforsten zu erwerben – im Tausch- oder Kaufverfahren, die fachliche Beratung der hiesigen Förster mit einzubeziehen einen “Entwicklungsnationalpark” anzustreben ( Das betrifft vor allem Flächen im Salzforst, wo es noch viel Nadelholzbestände gibt. )
  • Mit der Errichtung des Nationalparkes sollte ein Wildtier-Managementplan aufgestellt werden, um die angrenzenden Wälder der Kommunen und Kleinwaldbesitzer vor Schäden zu schützen und ebenso die landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Nachbarschaft.

BN-KREISGRUPPE RHÖN-GRABFELD BEI GROSSDEMONSTRATION FÜR BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT PARALLEL ZUR GRÜNEN WOCHE IN BERLIN

15.10.2015
Am Samstag, den 20.Januar,  demonstrierten in Berlin parallel zur Grünen Woche 33 000 Menschen gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik im Essen und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen.

Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren an der Spitze angeführt. Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren, auch aus Bayern, an der Spitze angeführt. Über 500 Menschen kamen mit Bussen des BUND Naturschutz aus ganz Bayern.

Wasseruhren mit Funk werden abgelehnt

April 2016
Vorgefertigtes Protestschreiben gegen die dauerfunkenden Wasseruhren an alle Haushalte

Bad Königshofen (regi) Wie bereits berichtet, hat sich der Bund Naturschutz der Angelegenheit "Ultraschallzähler mit Funkfunktion" angenommen. Wie Helmut Bär mitteilt, gibt es Bürger, die der zusätzlichen Funkbelastung und dem Datenschutz skeptisch gegenüber stehen. Ihnen soll es ein Widerspruchsschreiben ermöglichen, ihren Willen und ihren Protest in Worte zu fassen.

Der Wasserzweckverband Gruppe Mitte hat nach einem entsprechenden Beschluss mit dem Einbau der funkenden Ultraschallzähler bereits dort begonnen, wo der turnusgemäße Austausch der Zähler fällig ist, in der Innenstadt Bad Königshofens. "Einmal im Jahr wird die Wasseruhr abgelesen, dafür müssen die Hausbewohner alle 16 Sekunden, Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr ein Funksignal ertragen", sagt Helga Werner, die Vorsitzende des BN-Arbeitskreises Mobilfunk, und weist darauf hin, dass dieses Funksignal stark genug sei, in ca. 300 bis 500 Metern von der Straße aus aufgefangen zu werden, wobei es Mauern durchdringt. Das bedeute in den Straßen, dass jeder Hausbewohner den Signalen der funkenden Wasserzähler aller Nachbarn im Umkreis des jeweiligen Sendebereichs zusätzlich ausgesetzt sei. Diese funken ja nicht Richtung Straße, sondern in alle Richtungen.

Der Hinweis darauf, dass die Handystrahlung und W-LAN wesentlich schädlicher seien, wie vom Wasserzweckverband zu hören war, lassen die Verantwortlichen des BN nicht gelten. Immerhin gebe es viele Bürger, die genau darauf achten die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, nachts alles ausschalten, abgeschirmte Kabel haben und Mobiltelefone nur selten benutzen. Es gelte außerdem, jede zusätzliche Strahlenquelle zu vermeiden und die Kontrolle über Einbauten im eigenen Haus zu behalten. Bedenken haben die Gegner auch wegen des Datenschutzes. Sie fragen, ob die Beteuerung der Herstellerfirma ausreiche, dass der Datenschutz eingehalten werde.

Nun sollen die Bürger nicht nur informiert und sensibilisiert, sondern es ihnen auch ermöglicht werden ihren Protest zu bekunden, um so dem Wasserzweckverband und dem Stadtrat den Wählerwillen unmissverständlich mitzuteilen. Wie Werner informiert, werden die entsprechenden Formulare in den nächsten Tagen an alle Haushalte schwerpunktmäßig im Einzugsbereich des WZV im Gebiet Bad Königshofen verteilt. Die Bürger werden gebeten die ausgefüllten Zettel in den Briefkasten des Wasserzweckverbandes oder Rathauses einzuwerfen, da Bürgermeister Thomas Helbling Vorsitzender des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte ist.

"Wir hoffen, dass sich möglichst viele Bürger daran beteiligen", sagt Werner. Sie rät Hausbesitzern, denen bereits funkende Wasserzähler eingebaut wurden, auf einen Austausch zu bestehen und dies der Stadt schriftlich mitzuteilen. Mietern rät sie ihren Vermietern gegenüber ihre Bedenken zum Ausdruck zu bringen.

Bürger befürchten noch mehr Funkbelastung im Haus

17.06.2016

Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Bad Königshofen sucht das Gespräch

Bad Königshofen (rv) „Da müsst ihr mal was unternehmen, ich will keine funkende Wasseruhr im Haus“ – mit diesen und ähnlichen Worten wurden die Mitarbeiter der Zeitungen und Mitglieder des Bund Naturschutz mehrmals von besorgten Bürgern angesprochen, die wissen wollten, ob sie es dulden müssen, dass der Wasserzweckverband Gruppe Mitte (WZV) – wie bereits beschlossen - die alten Wasserzähler durch neue Ultraschallzähler ersetzt. Nun hat die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Bad Königshofen sich der Sache angenommen und will zunächst das Gespräch mit den Beteiligten suchen.

Kreisvorsitzender Helmut Bär, der in Bad Königshofen wohnt, vertritt hier ganz klar die Meinung des BN-Landesverbands: Jede zusätzliche Funkbelastung ist im Sinne der Gesundheitsvorsorge zu vermeiden. Die Grenzwerte in Deutschland sind um das 10.000-fache zu hoch, außerdem gibt es keine gesetzliche Grundlage, nach der die Hauseigentümer zum Einbau der Funklösung gezwungen werden können. Bär wird demnächst ein Gespräch führen mit Thomas Helbling, Bürgermeister der Stadt und gleichzeitig Vorsitzender des Wasserzweckverbands Mitte, sowie Birgit Erb, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Oberelsbach, wo ebenfalls die Ultraschall-Wasserzähler der Marke Kamstrup Multical 21 eingebaut werden sollen und sich Widerstand regt.

Für die Wasserversorger liegen die Vorteile auf der Hand: Während die Eichzeit der bisherigen mechanischen Wasserzähler nach rund fünf Jahren abläuft und ein Austausch erfolgen muss, halten die neuen Zähler, die den Durchfluss per Ultraschall messen, 15 Jahre und länger. Auf 15 Jahre ist auch die eingebaute Batterie ausgelegt. Ein WZV-Mitarbeiter kann von der Straße aus das jeweilige Datenpaket auffangen, nachdem er den Zugangscode eingegeben hat, das spart Ablese-Kosten. Verbandsvorsitzender Helbling führt noch weitere Argumente auf, denn es gibt Abnehmer, die ihre Wasseruhren zeitweise ausbauen, um Gebühren zu sparen. Die könnten schnell aufgespürt werden. Auch Rohrbrüche in Gebäuden könnten schneller lokalisiert werden.

Die Kamstrup-Wasserzähler geben laut Hersteller ein Funksignal mit der Stärke von 10 mW durchgehend alle 16 Sekunden ab, die Dauer beträgt 0,01 Sekunden. In 24 Stunden kommen also 54 Sekunden zusammen, das sei gegenüber Handystrahlen und W-LAN Belastungen fast nichts, wie Helbling erklärte. Der Wasserzähler sei außerdem Eigentum des Wasserzweckverbands und die Hauseigentümer müssten den Einbau eines neuen Zählers dulden. Ob es Alternativlösungen für elektrosensible Menschen gibt, dazu wollte er sich nicht äußern, denn es liegt kein entsprechender Beschluss des WZV vor. Bisher hätten ihn nur drei Briefe von besorgten Menschen erreicht. Auch dort, wo bereits die ersten Zähler eingebaut sind, habe es keine Proteste gegeben.

Laut Professor Werner Thiede (evang. Pfarrer und Publizist), auf den sich der BN beruft, halten jedoch über zwei Drittel der deutschen Bevölkerung eine Zwangsdigitalisierung durch den Einbau „intelligenter“ Mess-Systeme für falsch. „Der Eindruck drängt sich auf, dass die Industrie- und Wirtschafts-Lobby ganze Arbeit geleistet hat“, schreibt Thiede mit der Begründung, dass weder Hacker-Gefahren noch Datenschutz-Bedenken ausreichend berücksichtigt wurden. Er fragt auch, warum dem Endkunden kein Recht auf kabelgebundene Zähltechnologie eingeräumt wird, um die Strahlenbelastung der Hausbewohner nicht noch weiter zu erhöhen. Die Organisation „Diagnose Funk“ spricht sogar von einer „Signal-Watsche“, die alle 16 Sekunden ausgeteilt wird, und von der besonders in der Nähe zu Schlafplätzen hohe Immissionsspitzen ausgehen, die aus gesundheitlicher Sicht nicht zu akzeptieren sind.

Es gibt auch andere Übertragungsalternativen, die allerdings von der Firma Kamstrup momentan nicht angeboten werden, wie festgelegte Übertragungszeiten jeweils Mitte und Ende des Monats für einige Stunden, Ausschalten in der Nacht und ähnliches. Eine mögliche Alternative für besonders elektrosensible Menschen wäre auch ein Ultraschallzähler ohne Funk, dann käme der Wasserableser wie früher zu einer festgelegten Zeit ins Haus oder die Verbraucher würden den Zählerstand selbst melden. (siehe Artikel in der Main-Post am 17.06.2016)

Mobilfunksender und ihre Auswirkungen

26.04.2016

Ärztin dokumentiert den Zustand von Bäumen auch in Bad Königshofen

Bad Königshofen (vo) Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam, Ärztin aus Bamberg, und viele ihrer Kollegen sind seit Jahren mit kranken Menschen in der Umgebung von Mobilfunksendeanlagen konfrontiert. Gleichzeitig mit den Krankheitssymptomen an Menschen fielen ihr Veränderungen an Bäumen im gleichen Umkreis auf, die sie über Jahre hinweg dokumentiert hat. Am Donnerstag stellte sie ihre Ergebnisse auf Einladung des BN-Kreisverbands in einem Referat in der FrankenTherme in Bad Königshofen vor.

Kreisvorsitzender Helmut Bär begrüßte die Zuhörer und erinnerte daran, dass die Auswirkungen des Mobilfunks schon lange Thema beim BN sind. Er freute sich, mit Waldmann-Selsam eine absolute Fachfrau begrüßen zu dürfen. Verwundert hat ihn, dass man in der neu eröffneten Psychosomatischen Klinik in Bad Neustadt stolz darauf ist auf jeder Etage W-LAN zu haben - diese Belastung sollte man Kranken ersparen.

Nach dem Aufbau von Sendemasten kamen Patienten in die Arztpraxen, bei denen keine andere Ursache gefunden werden konnte als die Dauerbestrahlung durch elektromagnetische Wellen. Über Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen und "überdrehte Kinder" klagten die Patienten. Sobald sie im Urlaub waren oder an einer unbelasteten Stelle schliefen, waren die Symptome verschwunden. 130 Ärzte unterschrieben daraufhin den so genannten Bamberg-Apell - die Behörden haben jedoch nicht reagiert. Alle Grenzwerte werden eingehalten, ist die gängige Antwort.

Wie die Ärztin berichtet, sind ihr vor allem Bäume aufgefallen, die ohne Schädlingsbefall, bei ausreichender Wasserversorgung und ohne Schäden durch Salzstreuen oder ähnliches vorzeitig schon im Juli verfärbte Blätter haben, oft nur an einer Seite, deren Krone schütter wird und Äste absterben, während unten oder an einer Seite alles grün und normal ist. Die geschädigten Bäume sind dem direkten Strahl eines Mobilfunksenders ausgesetzt. Jahrelange Beobachtungen und Messungen mit einem Hochfrequenz-Messgerät zeigen, dass die Veränderungen an den Bäumen, die nach mehreren Jahren absterben und gefällt werden müssen, der Stärke der hochfrequenten Strahlung entsprechen. Kompliziert ist die Ursachenforschung, denn die Hochfrequenzstrahlung geht nicht gleichmäßig in die Umgebung. Besondere Gefährdung besteht in Hauptstrahlrichtung mit direktem Sichtkontakt zum Sendemast. Gebäude reflektieren und bilden Funkschatten, sodass von zwei nebeneinander stehenden Bäumen einer geschädigt sein kann, der andere steht im Funkschatten und ist gesund. Interessant ist, dass grüne Blätter die Strahlung teilweise absorbieren, sodass die eine Hälfte des Baumes die andere Hälfte abschirmt - irgendwann ist der Baum trotzdem abgestorben.

Auch in Bad Neustadt, Bischofsheim und Bad Königshofen war die Ärztin mit ihrem Messgerät unterwegs, mit einem Teleskopstiel hat sie die unterschiedliche Strahlenbelastung im oberen und unteren Bereich beispielsweise in Bad Königshofen im Hof des Haus St. Michael gemessen, wo der wilde Wein oben vorzeitig rot wird und untern grün ist. Eine Birke am Friedhof - im direkten Sendestrahl - ist oben abgestorben, in der Sparkassenstraße sind die Bäume im Kronenbereich geschädigt. Die Platanen im Baugebiet "Am Rennweg" wachsen nicht richtig, haben keine harmonische Krone, sie bekommen Strahlung von Merkershausen und vom Baywa-Mast. Auch am Kindergarten hat die Ärztin im Funkstrahlbereich geschädigte Bäume gefunden. Der Spielbereich der Kinder liegt auf der Funkschattenseite, das hat sie beruhigt. Mit Bildmaterial und den entsprechenden Messwerten untermauerte die Referentin ihre Aussagen.

Diskutiert wurde anschließend über die Strahlenbelastung durch Mobilfunk, schnurlose Telefone, W-LAN, Babyphone und durch Funk am Arbeitsplatz. "Die Belastungen sind messbar und dokumentiert, aber es geschieht nichts", so die Referentin. Angesprochen wurde von den Anwesenden auch der Plan des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte, Ultraschallzähler in den Häusern einzubauen, die regelmäßige Funksignale abgeben. Als einen Eingriff in die Privatsphäre, weil man feststellen kann, wer wann Wasser verbraucht, wann man zuhause oder verreist ist und ähnliches und den Zwang, sich Tag und Nacht einem Funksignal auszusetzen für eine einzige Wasserablesung im Jahr verstehen das die Betroffenen und wollen sich dagegen wehren. (Mainpost, Juni 2016)

Internettipp: Auf der Site der Bundesnetzagentur kann man alle Standorte von Mobilfunkmasten anschauen. Informationen und Links unter www.umweltinstitut.org

Mittelspecht und Hirschkäfer - Bei BN-Exkursion die biologische Vielfalt erkundet

05.06.2016
Trappstadt (rv) Entlang der ehemaligen Grenze am Rand der Gemeinde Trappstadt wanderten 22 interessierte Teilnehmer unter der Leitung von Michael Krämer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rhön-Grabfeld und konnten vieles entdecken, was die biologische Vielfalt dort bietet. Der Bund Naturschutz hatte zu dieser naturkundlichen Exkursion eingeladen.

Der zehn Kilometer lange "Grenzgänger"-Wanderweg entstand durch die Initiative der Gemeinden Trappstadt und Schlechtsart und verbindet die früher durch den Grenzzaun getrennten Orte durch den 10 km langen Rundweg. Genutzt wird unter anderem der ehemalige Kolonnenweg der NVA-Fahrzeuge. Auf Informationstafeln entlang der Strecke gibt es schriftliche und bildliche Hinweise auf den Aufbau der einstigen deutsch-deutschen Grenze mit Kfz-Sperrgraben, Minengürtel und Sicherungsstreifen. Entlang des Weges hat sich eine strukturreiche und somit artenreiche Landschaft erhalten. Wie Krämer berichtete, haben sich viele Grundeigentümer verpflichtet nicht zu düngen und keine Pflanzenschutzmittel zu spritzen, auch sind die Reihenabstände beim Getreide größer, so entstand eine größere Vielfalt an Ackerwildkräutern, Insekten und anderen Tieren.

Wie Krämer berichtete, ist auch der Wald dort eine Besonderheit, davon konnten sich die Teilnehmer überzeugen. Durch den rund 200 Jahre durchgeführten Nieder- und Mittelwaldbetrieb konnte sich dort eine große Artenvielfalt etablieren. Ein Indiz dafür ist der Mittelspecht, der etwas kleinere Verwandte des Buntspechts, der auf ausgedehnte Gebiete mit alten Eichen angewiesen ist. Höhepunkt der Veranstaltung war sicher die Gelegenheit zuerst ein Hirschkäfermännchen und wenige Minuten später auch ein Hirschkäferweibchen im Flug beobachten zu können. Die bis zu neun Zentimeter großen Männchen besitzen große „Geweihe“, mit denen sie gegeneinander kämpfen. Ihre Fortpflanzung ist eng mit den Eichen verbunden, denn Männchen und Weibchen brauchen für die Reifung ihrer Keimzellen den Baumsaft, der bestimmte Pilze enthält. Den finden sie an Bäumen, die durch Frostrisse, Windbruch oder Blitzschlag verletzt worden sind. Das jeweilige Siegermännchen gesellt sich zu einem Weibchen an der Baumsaft-Leckstelle und verhindert mit Hilfe seines Oberkiefers, dass sie wegläuft. Die Paarungsrituale können mehrere Tage dauern – für Nahrung ist gesorgt.  Die Hirschkäfer sind besonders geschützt, weil sie inzwischen sehr selten sind. Sie brauchen morsches Holz und die genannten Leckstellen. In vielen Gebieten ist er völlig ausgerottet.

Schlecht bezahlte Ostereier

Verschenken ist kein großer Verlust

Bad Neustadt/ Lks. Rhön-Grabfeld. Auf den ruinösen Preisverfall auf dem Lebensmittelmarkt machte eine Aktion des BBV Rhön-Grabfeld auf dem Marktplatz von Bad Neustadt aufmerksam. Landwirte verschenkten dort 500 Eier und klärten die Verbraucher darüber auf, dass beim Erzeuger für das Ei etwa noch neun Cent ankommen. Genauso dramatisch sei die Situation in anderen Bereichen. An einem Kilo Mischbrot verdient der Bauer 14 Cent, an einem 200-Gramm-Kotelett 26 Cent, am Liter Milch 28 Cent.  

Die Aktion gehört zu einer bundesdeutschen Kampagne, mit der auf einen ruinösen Preisverfall auf dem Lebensmittelmarkt aufmerksam gemacht werden soll, erklärt BBV-Kreisobmann Mathias Klöffel (rechts). Große Konzerne bestimmen das Geschehen auf dem Weltmarkt, dazu kommt, dass die deutschen Verbraucher immer weniger Geld für Lebensmittel ausgeben, aber höhere Anforderungen an die Qualität stellen. Viele Landwirte können da nicht mehr mithalten und geben auf, bedauert der Obmann. (Regina Vossenkaul)

Kinder auf dem Biobauernhof

Im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Bad Neustadt gelang es der Kreisgruppe, einen Besuch auf einem Biobauernhof anzubieten. 20 Kinder meldeten sich an und so kam es dazu, dass sie gemeinsam mit vier Betreuern, einen Biobauernhof in Wülfershausen besuchten.

Die Kinder hatten ersichtlichen Spaß, alle Winkel des Bauernhofs zu erkunden und Tiere, wie die Kaninchen auf den Arm zu nehmen und zu streicheln.

Zu guter Letzt lud Familie Weber die Kinder zu einer schmackhaften Brotzeit ein.

Länderübergreifende Kreisgruppenexkursion am 3. Oktober

03.10.2016

Wiedermal fand am Tag der Deutschen Einheit eine gemeinsame naturkundliche Wanderung der

BUND Kreisgruppen von Meiningen-Schmalkalden, Fulda und Rhön-Grabfeld statt. Gastgeber war in diesem Jahr die Kreisgruppe aus Fulda.

So trafen sich 48 interessierte Naturfreunde im hessischen Schmalnau.

Mit dem Imker Thomas Löw ging es durch die Kulturlandschaft. Aus der Sicht einer Biene erläuterte der Imker Landschaftselemente wie Wald, Wiese, Felder und Flußaue und ihre Bedeutung für die Honiglieferanten.

Abschluss bildetet eine Vesper mit heimischen Wurst- und Käsewaren aus der Biolandwirtschaft.

Fahrradtour durch Feld und Flur und glückliche Hühner

18.06.2016

Trotz unsicherem Wetter folgte am Samstag eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern der Einladung des Bund Naturschutz zu einer informativen Fahrradtour mit Michael Derleth vom Naturlandhof Derleth in Salz. Gezeigt wurden dabei verschiedene Felder zwischen Salz und Strahlungen.

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Wildbach Sinn und Barocker Kurgarten

11.06.2016

Ein Tagesausflug des BUND Naturschutz Kreisgruppe Rhön-Grabfeld führte ins Sinntal bei Bad Brückenau und in die Kuranlagen des Staatsbads. Herr Robert Hildmann (Betreuer des Kurparks Bad Brückenau) zeigte der Gruppe die sich entwickelnde Auenlandschaft, in der sich die mäandernde Sinn wieder frei entfalten kann.

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Exkursion „Am Fluss entlang“

04.06.2016

Am 04.06 führten Franziska und Jürgen Burmester von der BN-Ortsgruppe Bad Neustadt zusammen mit Siegfried Badermann (früher WWA Bad Kissingen) eine kleine Gruppe entlang des von ihnen initiierten und mit 10 Infotafeln strukturierten Flusslehrpfades „Am Fluss entlang“.

Neben vielen Informationen zur Ökologie der Gewässer Fränkische Saale und Brend mit deren reichhaltiger und typischer Fauna, waren die Salzwiesen entlang der Saale ein Schwer-punkt dieser naturkundlichen Wanderung.


Dem Mausohr auf der Spur

02.06.2016

Einmal im Jahr opfert eine kleine Schar von Naturfreunden einen Teil ihres Jahresurlaubs, indem sie einer ungewöhnlichen Beschäftigung nachgeht: In Höhlen und alten Gewölbekellern leuchten die „Fledermauszähler“ mit Taschenlampen an die Decke oder in Hohlräume, um dort nach überwinternden Flattertieren zu suchen.

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Gewässerexkursion „Alle ziehen am gleichen Strang“

30.04.2016


Biberwanderung in den Saaleauen

27.02.2016

Bei der Biberwanderung mit Egon Hüllmandel in den Saaleauen von Bad Neustadt nahmen etwa 30 Erwachsene und 10 Kinder teil.

Seine Kenntnisse und Erfahrungen veranschaulichte Hüllmandel an z.B. an Biss- und Nagespuren.

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Pestizide, die unterschätzte Gefahr?

30.11.2015

In Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Imker Rhön-Grabfeld e.V. organisierten wir einen Vortrag mit Diskussion zum Thema Pestizide in der Festhalle Heustreu.

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Mitgliederversammlung November 2015

19.11.2015

In der Mitgliederversammlung blickten zunächst die Vorsitzenden, Susanne Richter und Helmut Bär, auf das zurückliegende Jahr zurück.

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Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz feierte ihren 40. Geburtstag

25.09.2015

Symbolbaum gepflanzt und Ehrungen vorgenommen.
Bad Neustadt (rv) Eine Winterlinde, die zu einem stattlichen Baum heranwachsen wird, hat der Landesverband dem Kreisverband des Bund Naturschutz Rhön-Grabfeld zum 40. Geburtstag geschenkt.

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BN engagiert sich für schnelles Internet per Glasfaser

25.06.2015

Viele Menschen sind empfindlich gegen elektromagnetische Strahlung. Daher reagierten einige Mitglieder des BN sofort, als der Landkreis im Jahre 2009 die Einrichtung des schnellen Internets per Streufunk beschloss.

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Bad Neustadt erhält die Auszeichnung "Fairtrade Stadt".

19.04.2015

Am 18. April 2015 erhielt die Stadt Bad Neustadt als 322. Stadt in Deutschland die Auszeichnung "Fairtrade Stadt". Neben anderen Mitgliedern der Lenkungsgruppe erarbeiteten Mitglieder des Bund Naturschutz Franziska Burmester und Susanne Richter die erforderlichen Kriterien.

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Natur, Menschen und Ressourcen schützen

31.03.2015

Sein 40jähriges Bestehen feiert die Kreisgruppe des Bund Naturschutz heuer nicht mit einer zentralen Veranstaltung, sondern mit einem vielfältigen Jahresprogramm, zu dem die Ortsgruppen Bad Neustadt, Bad Königshofen und Obere Rhön Beiträge leisten. In einer Pressekonferenz erinnerte die Vorstandschaft an Erfolge und Aktionen der Kreisgruppe, die mit 1400 Mitgliedern eine stabile Größe im Landkreis ist.

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Wir haben es satt!

17.01.2015

Am Samstag früh um 5.30 Uhr startete der Bus in Mellrichstadt mit einem kurzen Zwischenstopp in Meinigen zur Demo nach Berlin.

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Mitglieder sind enttäuscht - Arbeitskreis „Energieautarke Region“ fühlt sich ausgebremst

11.12.2014

„Ausgebremst“ – diese Überschrift steht auf einer Dokumentation des Arbeitskreises „Energieautarke Region“, der die Zusammenfassung seiner Arbeit seit 2011 bei einem Pressetermin vorlegte. Enttäuscht sind die Mitglieder des Arbeitskreises (AK), der aus je vier Mitgliedern der Kreisgruppe des Bund Naturschutz und der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld besteht.

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1000 Bäume für mehr frische Luft in der Stadt

08.12.2014

Projekt „Bäume contra CO2“ der Energie-Initiative ist in Bad Königshofen gestartet – Anpflanzung an der Saale

Nach langer Planungs- und Genehmigungsphase konnte am vergangenen Mittwoch das erste Projekt innerhalb der Aktion „Bäume contra CO2“ in die Tat umgesetzt werden.

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Verleihung des Umweltpreises 2014

07.12.2014

Der Pfadfinder Stamm Ägidius Rödelmaier erhält am Tag des Ehrenamtes den Umweltpreis der Stadt Bad Neustadt und der Ortsgruppe Bad Neustadt.

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Den Biber in der Schule zum Thema machen

27.10.2014

Bei einem Informationsabend stellte der Bund Naturschutz einen „Biberrucksack“ mit Unterrichtsutensilien vor. Ob wir ihn wollen oder nicht – wir haben ihn”, sagte Michael Krämer von der unteren Naturschutzbehörde bei einem Informationsabend über den Biber im Spannungsfeld zwischen Faszination und Konflikten.

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Dreiländertreffen des BUND am Tag der Deutschen Einheit

03.10.2014

Der BUND-Kreisverband Schmalkalden – Meiningen hatte zu einer Wanderung entlang des Grünen Bandes eingeladen. Über 50 BUND- und BN- Mitglieder aus Thüringen, Hessen und Bayern wanderten bei herrlichem Wetter über 8 km entlang des Grünen Bandes von Mendhausen bis zum Deutsch – Deutschen – Freilandmuseum bei Behrungen.

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Breite Allianz gegen Genmais

17.03.2014

Landwirte, Imker, Naturschützer und Kommunalpolitiker sind sich in der Ablehnung einig

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Schlafenden Mausohren nachgespürt

31.01.2014

Bad Königshofen: Winterzählung der Fledermäuse: Weniger Tiere wegen des milden WintersFledermäuse sind nützliche Tiere und keine blutrünstigen Ungeheuer. Trotzdem sind viele Arten vom Aussterben bedroht und stehen deshalb unter strengem Schutz.

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