Arbeitskreis "Elektromagnetische Felder"

Arbeitskreis

Ansprechpartner ist Helmut Bär, Tel. 09761 8842046.

Er ist entstanden aus der nachfolgend genannten Bürgerinitiative.
Am 16.4.2009 gründeten engagierte Bürger aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld zusammen mit dem Bund Naturschutz die Bürgerinitiative „Breitbandversorgung Rhön-Grabfeld“ zusammen mit dem Bund Naturschutz die Bürgerinitiative Breitbandversorgung. Der Anlass war die Planung des Landkreises, federführend für alle Gemeinden das geplante schnelle Internet per Funklösung über WMAX einzuführen.

Da eine Gesundheitsgefährdung nicht auszuschließen ist, die Technik damals schon veraltet und nicht zukunftsfähig war,  wurde mit Schreiben vom 12.5.2009 Widerspruch gegen die Vertragsunter-zeichnung mit der Fa. Schnell-im-Netz bezüglich des Ausbaues einer flächendeckenden WMAX-Breitbandversorgung  beim Landkreis eingereicht.

Begründet wurde der Widerspruch wie nachstehend aufgeführt:

  1. Technik / Kosten

    • veraltetes System, schon heute nicht mehr Stand der Technik
    • sehr störanfällig (Schnee, Nebel, starker Regen, Überbelastung)
    • nicht gewährleistete Datensicherheit
    • Verwendung von Steuergeldern (scheinbar kostengünstige und schnelle Lösung, Verwirken von Zuschüssen bei absehbarer zukunftsorientierter Technik, Nachhaltigkeit)
    • Landschaftsbild (Antennenwald, optische Belästigung, Urteil OVG Münster)
    • Kostenrechnung (fehlende Vergleichsangebote bzw. Alternativen)

  2. Gesundheitlicher Aspekt - Mensch, Tier, Natur

    • Vorsorge für nachfolgende Generationen, Folgeschäden nicht absehbar (z.B. Allianz gibt keinen Versicherungsschutz gegen Mobilfunk)
    • Immissionen (Strahlung so weit wie möglich vermeiden, Elektromagnetische Felder, WMAX Landkreis = Richtfunk/Streufunk, . Urteil OLG München 2004 best. 2007 Dachau)
    • nachweisliche Veränderung der Zellstruktur bei Pflanzen, Tieren und Menschen durch elektromagnetische Felder

  3. Aufklärung der Bevölkerung

    • keine bzw. mangelhafte Aufklärung nach der Bedarfsermittlung (geplante WMAX-Versorgung)
    • es ist bekannt, das viele Bürger, die Bedürfnisse angemeldet haben, verzichtet hätten, wenn im Voraus bekannt gewesen wäre, dass es sich um eine Funklösung handeln soll
    • in einigen Gemeinden des Landkreises wurde keine Bedarfsermittlung durchgeführt
    • die Breitbandstudie des Landkreises Rhön-Grabfeld vom Juni 2008 zweifeln wir an

Woran letztendlich die Umsetzung der Maßnahme scheiterte ist nicht bekannt. Angeblich habe die Fa. Schnell-im-Netz von sich aus den Vertrag gekündigt. Nachfragen beim Landratsamt sind unbeantwortet geblieben.

Schnell war ein neuer Anbieter gefunden, dessen Namen wurde jedoch nicht preisgegeben.  Den Namen, die Fa. Mega Access, haben wir schließlich anstandslos bei der Regierung von Unterfranken erhalten. Diese Firma baut Hybridtechnik mit Richtfunk unter Verwendung der Telekomkabel.

Recherchen im Internet brachten zutage, dass  windige Geschäftsführer mit Insolvenz-Erfahrung, lt. Creditreform-Auskunft mit negativer bzw. schwieriger Bonität hier am Werk waren. Nachfragen   bei „Referenzgemeinden“ ergaben, dass hier große Unzufriedenheit herrschte und die Bilanzen der Vorjahre, die für jedermann im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar waren, ließen auch nichts Gutes ahnen.


Warnungen der Bürgerinitiative wurden als unbegründete Angriffe ausgelegt

Warnungen der Bürgerinitiative wurden als unbegründete Angriffe ausgelegt und vonseiten des Landkreises betont, dass die Seriosität des Unternehmens sehr wohl geprüft worden sein. Landrat wertet Schreiben als geschäftsschädigend

dsl-Bürgerinitiative wendet sich an Kreisräte

(hf) „Wir distanzieren uns von den geschäftsschädigenden Äußerungen eines Schreibens“, sagte Landrat Thomas Habermann bei der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Sport. Bei dem Brief der Bürgerinitiative Breitbandversorgung Rhön-Grabfeld , der an einige Mitglieder des Kreistages und Bürgermeister gegangen war, wurde erneut das Thema „Schnelles Internet für den Landkreis“ diskutiert und eine Glasfaseranbindung gefordert. Der Landrat verwies auf die Pressekonferenz, in der das Thema aus Verwaltungssicht dargelegt wurde (wir berichteten).

Sein Dank galt allen Kommunen, die sich an der Finanzierung des schnellen Internetzugangs beteiligen. „Wer sich heutzutage solchen Neuerungen verweigert, gefährde massiv die Schülerinnen und Schüler. Denn sie nutzen das Internet für ihre Ausbildung“, so der Kreischef.

Eine in dem Schreiben angedeutete Studie habe mit der technischen Lösung, wie sie der Landkreis anstrebt, nichts zu tun. „Das ist fahrlässiger Dilettantismus“, stellte der Landrat fest.

Dem pflichtete Kreisrat Stefan Biedermann bei. Er erinnerte an die vielen Schüler in den Randbereichen des Landkreises, die bei der derzeit schlechten Netz-Anbindung kaum arbeiten könnten. „Es ist ein Wahnsinn, was zerstört würde, wenn diese Anschlüsse nicht schnellstens kommen“, manifestierte Biedermann.

Am 27.10.2009 wurde mit einer Gegenstimme der Auftrag an die Fa. Mega Access durch den Kreistag verabschiedet.

Im Vorfeld wurde den Räten erklärt, dass der billigste Anbieter den Zuschlag erhält. Die Technik der Fa. Mega Access sei schnell umsetzbar, Kosten/Nutzen in Ordnung und allen Teilnehmern würde diese Lösung die gleiche Bandbreite ermöglichen.

Die Forderung der BI nach einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Glasfaserlösung käme nicht in Betracht, da die Kosten hierfür nicht aufzubringen sind und, ob man eine Förderung für den Ausbau

erhalten könnte, müsse erst noch geklärt werden. Außerdem würde es viel zu lange dauern.

Am 23.7.2010 war es dann soweit. Der Bagger rückte an und der erste Spatenstich wurde unter Anwesenheit des Landrats, eines Mitarbeiters der  Stabsstelle des Landratsamtes und der Bürger-

meisterin in Weisbach vollzogen.

Am 30.12.2010 war dann in der Tageszeitung zu lesen:

BAD NEUSTADT Internet: Mega Access meldet Insolvenz an

Hessen betroffen, Rhön-Grabfeld hat Glück

(ir) Das Unternehmen Mega Access, das ursprünglich auch den Landkreis Rhön-Grabfeld mit schnellem Internet versorgen sollte, hat Insolvenz angemeldet. Vor dem Amtsgericht Bad Homburg hat Geschäftsführer Klaus Landefeld die Zahlungsunfähigkeit seines Unternehmens erklärt.

Laut einem Bericht in der Fuldaer Zeitung sollte Mega Access 28 unterversorgten Orten im Landkreis Fulda schnelles Internet bringen. Im Vertrag war Ende Juli 2010 als Zeitpunkt genannt, doch letztlich hatte Mega Access auch die Nachfrist Jahresende verstreichen lassen, ohne die versprochenen Anschlüsse fertig zu stellen. Wie es nun nach dem Insolvenzantrag in Hessen weitergeht, ist unklar: Rathauschefs und vorläufiger Insolvenzverwalter seien dabei, nach einer Lösung zu suchen.

Auch Rhön-Grabfeld hätte betroffen sein können: Bei einer ersten Ausschreibung zur Breitbandversorgung des Landkreises war die Firma Mega Access im Dezember letzten Jahres zum Zug gekommen. Weil aber, abgesehen von einem symbolischen Spatenstich, nichts voran gegangen war, hatten Firma und Landkreis den Vertrag Ende September – wie betont wurde „im gegenseitigen Einvernehmen“ – aufgelöst. Für Rhön-Grabfeld soll nun die Telekom das schnelle Internet bringen. Noch ist der Vertrag nicht unterzeichnet, aber man sei auf dem Wege dahin, so Jürgen Wangorsch von der Stabsstelle Kreisentwicklung am Landratsamt. Die Insolvenz habe man so nicht erwartet, erklärt Wangorsch auf Nachfrage. Aufgelöst wurde der Vertrag, weil man den Eindruck gehabt hatte, dass sich die Firma mit ihren Aufträgen übernommen hat. Mega Access sollte seine anderen Baustellen – wie im Nachbarlandkreis Fulda – in Ruhe abarbeiten können. Für die Firma bedauere er die Entwicklung: „Die haben sich wirklich reingekniet.“

„Wir wussten nicht, ob wir triumphieren oder traurig sein sollen“, sagt Karl-Heinz Claaßen von der Bürgerinitiative Breitbandversorgung zur Insolvenzanmeldung. Überraschend sei das für sie nicht gekommen. Immer wieder hätten sie vor einer Zusammenarbeit mit Mega Access gewarnt. In Rhön-Grabfeld habe man ein Jahr verloren. „Es ist traurig, dass sich Bürger, die sich engagieren und einbringen, nicht gehört werden.“

Letztendlich war dann in der Tageszeitung zu lesen:

09.12.10 - Strahlungen

Kreistag für "Telekom-Angebot" zur landkreisweiten Breitbandverkabelung

Ohne Gegenstimme hat sich der Kreistag Rhön-Grabfeld bei seiner Zusammenkunft in Strahlungen für das Angebot der Telekom zum landkreisweiten Breitbandausbau entschieden. Auf 4,2 Millionen Euro ist die Maßnahme beziffert, wobei eine Förderung von 2,2 Millionen durch das DSL-Förderprogramm fließt und der Landkreis 1,121 Millionen Euro dazu gibt. Der Landrat verwies darauf, daß keine Erhöhung der Kreisumlage geben wird. Den Rest trägt die Telekom. In den kommenden zwölf Monaten werden 37 Gemeinden mit Glaskabel, drei über Kupferkabel versorgt. Dabei garantiert die Telekom zwei Megabit. Beim Glasfaser kommen zwischen sechs und 16 Megabit in den Haushalten an. Die Leitungen werden größtenteils unterirdisch verlegt, teils aber auch oberirdisch, sagte Alexander Vogler von der Telekom vor dem Kreistag. Er bat die Gemeinden, die oberirdisch verkabelt werden, bei Straßen- oder Wegebau Leerrohre zu legen, um dort dann das Glaskabel einbringen zu können.

In 10-15 Jahren, so Vogler habe jeder Haushalt in Deutschland Glasfaseranschluss. Die landkreisweite Breitbandverkabelung nannte er einmalig Bayern. Vogler dankte vor allem für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und besonders Dr. Jörg Geier. In extrem kurzer Zeit werde die flächendeckende Erschließung des Landkreises Rhön-Grabfeld mit Breitband erfolgen. „Damit ist Rhön-Grabfeld der erste Landkreis in Bayern, der die Idee hatte und auch umgesetzt hat.“ Erwähnt hat er Klaus Markert von der Telekom, der mit ihm zusammen die Ausarbeitung des Konzepts übernommen hatte. Glasfaser, so Vogler, sei die Zukunft und der Mobilfunk werde immer hinterher hinken. Kurz erwähnte er, daß in Rhön-Grabfeld Kupferleitungen durch Glasfaser ersetzt werden, wobei der größte finanzielle Brocken der Tiefbau sei.

90 Prozent der Landkreisbewohner werden in den kommenden zwölf Monaten mit Glasfaser versorgt. Das bedeute jedoch nicht, daß der Rest der Gemeinden nicht eines Tages ebenfalls in den Genuß von Glasfaser kommt. Die Gemeinden seien aufgefordert bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre in die Erde zu bringen, damit dort dann das Glasfaserkabel eingeschoben werden kann. Zur LTE Funkverbindung sagte Alexander Vogler, daß dies frühere Fernsehfrequenzen waren, die nun frei geworden sind. Das Problem seien derzeit noch drahtlose Mikrofone, die auf der gleichen Wellenlänge liegen. Das bekomme man aber in den Griff. LTE habe eine größere Reichweite und wir garantieren zwei Megabit. Wichtig sei es der Telekom jedoch, daß möglichst viele Landkreisbürger Glasnetz bekommen. In Rhön-Grabfeld wird es fünf Funkstationen geben. Dabei ist auch die vorhandene LTE-Station in Hofheim und die im thüringischen Römhild, die in den Rhön-Grabfeld-Kreis ausstrahlen. 37 Gemeinden werden mit Glas, drei über Kupferkabel versorgt.

Nur wenige Gemeinden, darunter auch Willmars in der Rhön, sind bislang versorgungsunsicher. Hier werde man aber sicher auch eine Lösung finden. Herschfeld und Strahlungen werden oberirdisch versorgt. Als ein Mix von verschiedenen Dingen, die zusammenlaufen, hat Landrat Thomas Habermann die Breitbandversorgung in Rhön-Grabfeld bezeichnet. Auf die Frage von Bürgermeister Eberhard Streit (Mellrichstadt) ob man Gemeinden, wie Willmars, nicht oberirdisch versorgen könne, meinte Vogler, daß man hier bereits Überlegungen anstelle. Per Funk sollen Mitte 2011 schon Gemeindeteile versorgt werden. Was das Verlegen der Glasfaserkabel betrifft „legen wir los, sobald die Witterung es zulässt, denn bereits im Mai oder Juni sollen die ersten Gemeinden ans Netz gehen.“ Tempo will die Telekom machen und vor allem einheimische Firmen beauftragen.

Etwas, das Landrat Thomas Habermann lobend herausstellte. Genau das wolle man im Landkreis. Dank sagte er an Dr. Jörg Geier und verwies auf zahlreiche Gespräche, die er führen mußte. „Es war oft unglaublich hoher Erklärungsbedarf notwendig.“ Der Landrat schlug dann vor, daß der Kreistag der Versorgung des Landkreises mit Breitband zustimmt. Die Kosten von 1.121.439 Euro werden erbracht, ohne die Kreisumlage zu erhöhen. Einstimmig entschieden die Kreistagsmitglieder sich für diese Maßnahme, die einmalig in Bayern ist. Allerdings, so Alexander Vogler, seien nun auch andere Landkreise aufmerksam geworden und würden schon Überlegungen nach dem Vorbild von Rhön-Grabfeld anstrengen.+++(hf)


Hinweis: DECT-Schnurlos-Telefon

17.12.2014

Sie besitzen ein DECT-Schnurlos-Telefon mit Blauem Engel der Telecom „Sinus PA 206 plus 1“? Dann prüfen Sie bitte ob es sich um eines der fehlerhaften (dauernd strahlenden) Geräte handelt.

Die betroffenen Telefone können anhand der Seriennummer erkannt werden. Diese hat immer das Format: xxxxxxxx1001-E8. Folgende Geräte sind betroffen: Alle mit einer Seriennummer-Endung mit einem ersten Buchstaben -C, -D oder -E1 bis -E8 und ohne „grünen Punkt“ auf dem Typenschild haben noch die alte Software. Bei Geräten dieser Serien mit einem grünen Punkt wurde der Softwarefehler bereits behoben.

 

 


Bürger befürchten noch mehr Funkbelastung im Haus

17.06.2016

Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Bad Königshofen sucht das Gespräch

Bad Königshofen (rv) „Da müsst ihr mal was unternehmen, ich will keine funkende Wasseruhr im Haus“ – mit diesen und ähnlichen Worten wurden die Mitarbeiter der Zeitungen und Mitglieder des Bund Naturschutz mehrmals von besorgten Bürgern angesprochen, die wissen wollten, ob sie es dulden müssen, dass der Wasserzweckverband Gruppe Mitte (WZV) – wie bereits beschlossen - die alten Wasserzähler durch neue Ultraschallzähler ersetzt. Nun hat die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Bad Königshofen sich der Sache angenommen und will zunächst das Gespräch mit den Beteiligten suchen.

Kreisvorsitzender Helmut Bär, der in Bad Königshofen wohnt, vertritt hier ganz klar die Meinung des BN-Landesverbands: Jede zusätzliche Funkbelastung ist im Sinne der Gesundheitsvorsorge zu vermeiden. Die Grenzwerte in Deutschland sind um das 10.000-fache zu hoch, außerdem gibt es keine gesetzliche Grundlage, nach der die Hauseigentümer zum Einbau der Funklösung gezwungen werden können. Bär wird demnächst ein Gespräch führen mit Thomas Helbling, Bürgermeister der Stadt und gleichzeitig Vorsitzender des Wasserzweckverbands Mitte, sowie Birgit Erb, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Oberelsbach, wo ebenfalls die Ultraschall-Wasserzähler der Marke Kamstrup Multical 21 eingebaut werden sollen und sich Widerstand regt.

Für die Wasserversorger liegen die Vorteile auf der Hand: Während die Eichzeit der bisherigen mechanischen Wasserzähler nach rund fünf Jahren abläuft und ein Austausch erfolgen muss, halten die neuen Zähler, die den Durchfluss per Ultraschall messen, 15 Jahre und länger. Auf 15 Jahre ist auch die eingebaute Batterie ausgelegt. Ein WZV-Mitarbeiter kann von der Straße aus das jeweilige Datenpaket auffangen, nachdem er den Zugangscode eingegeben hat, das spart Ablese-Kosten. Verbandsvorsitzender Helbling führt noch weitere Argumente auf, denn es gibt Abnehmer, die ihre Wasseruhren zeitweise ausbauen, um Gebühren zu sparen. Die könnten schnell aufgespürt werden. Auch Rohrbrüche in Gebäuden könnten schneller lokalisiert werden.

Die Kamstrup-Wasserzähler geben laut Hersteller ein Funksignal mit der Stärke von 10 mW durchgehend alle 16 Sekunden ab, die Dauer beträgt 0,01 Sekunden. In 24 Stunden kommen also 54 Sekunden zusammen, das sei gegenüber Handystrahlen und W-LAN Belastungen fast nichts, wie Helbling erklärte. Der Wasserzähler sei außerdem Eigentum des Wasserzweckverbands und die Hauseigentümer müssten den Einbau eines neuen Zählers dulden. Ob es Alternativlösungen für elektrosensible Menschen gibt, dazu wollte er sich nicht äußern, denn es liegt kein entsprechender Beschluss des WZV vor. Bisher hätten ihn nur drei Briefe von besorgten Menschen erreicht. Auch dort, wo bereits die ersten Zähler eingebaut sind, habe es keine Proteste gegeben.

Laut Professor Werner Thiede (evang. Pfarrer und Publizist), auf den sich der BN beruft, halten jedoch über zwei Drittel der deutschen Bevölkerung eine Zwangsdigitalisierung durch den Einbau „intelligenter“ Mess-Systeme für falsch. „Der Eindruck drängt sich auf, dass die Industrie- und Wirtschafts-Lobby ganze Arbeit geleistet hat“, schreibt Thiede mit der Begründung, dass weder Hacker-Gefahren noch Datenschutz-Bedenken ausreichend berücksichtigt wurden. Er fragt auch, warum dem Endkunden kein Recht auf kabelgebundene Zähltechnologie eingeräumt wird, um die Strahlenbelastung der Hausbewohner nicht noch weiter zu erhöhen. Die Organisation „Diagnose Funk“ spricht sogar von einer „Signal-Watsche“, die alle 16 Sekunden ausgeteilt wird, und von der besonders in der Nähe zu Schlafplätzen hohe Immissionsspitzen ausgehen, die aus gesundheitlicher Sicht nicht zu akzeptieren sind.

Es gibt auch andere Übertragungsalternativen, die allerdings von der Firma Kamstrup momentan nicht angeboten werden, wie festgelegte Übertragungszeiten jeweils Mitte und Ende des Monats für einige Stunden, Ausschalten in der Nacht und ähnliches. Eine mögliche Alternative für besonders elektrosensible Menschen wäre auch ein Ultraschallzähler ohne Funk, dann käme der Wasserableser wie früher zu einer festgelegten Zeit ins Haus oder die Verbraucher würden den Zählerstand selbst melden. (siehe Artikel in der Main-Post am 17.06.2016)


Funkwasseruhren und Datenschutz


Nachricht vom Bayer. Landesbeauftragten für Datenschutzanfragen

Bedeutsam für die Beurteilung der Zulässigkeit ist insbesondere die verfassungsrechtliche Frage, ob es für den Einsatz von »intelligenten" Wasserzählern einer formell-gesetzlichen Rechtsgrundlage - also einer Entscheidung des Parlamentsgesetzgebers - bedarf. Eine solche gibt es im Moment nicht.

Lesen Sie hier die Nachricht vom Bayer. Landesbeauftragten für Datenschutzanfragen
an den Bund Naturschutz Rhön Grabfeld und die Empfehlung des bayerischen Innenministeriums an die Wasserversorger

Das Innenministerium räumt ein Widerspruchsrecht ein aus datenschutzrechtlichen Gründen.
Der Widerspruch muss schriftlich erfolgen. Nach Auskunft des Landsratsamtes Rhön-Grabfeld gelten die hier bereits an die Wasserversorger eingereichten Widerspruchsschreiben.
Formular für den Widerspruch